SZ +
Merken

Uhsmannsdorf feiert die Ritterzeit

Mit dem Saalkarneval in der ehemaligen Betriebsgaststätte des Flachglaswerkes hat nun auch die fünfte Jahreszeit in Uhsmannsdorf begonnen. Mit dem Schlachtruf: „Uhsdorf hinein!“ stürmten Jecken das zu...

Teilen
Folgen

Von Wolfgang Wendler

Mit dem Saalkarneval in der ehemaligen Betriebsgaststätte des Flachglaswerkes hat nun auch die fünfte Jahreszeit in Uhsmannsdorf begonnen.

Mit dem Schlachtruf: „Uhsdorf hinein!“ stürmten Jecken das zu einer Ritterburg getreu dem Motto: „Ritter, Rüstung, scharfe Maid – wir feiern in der Ritterzeit!“ ausgestaltete Veranstaltungslokal. Mit ihrer Kostümierung unterstrichen die Gäste ihre Zugehörigkeit. Zu später Stunde wurden die attraktivsten Kostüme ausgezeichnet.

Das fiel der Jury nicht leicht. Der erste Preis wurde an eine Nieskyer Gruppe vergeben, die mit Halseisen den ganzen Abend aushalten musste. Weitere Preise errangen eine Kräuterhexe, ein Harlekin und eine Biedermeier-Dame.

Heidrun Brückner, die mit Ehemann und Nachbarsleuten aus Spree gekommen war, schwärmte: „Es war erneut wunderbar, wie jedes Jahr. Wir kommen immer wieder, weil es unheimlich Spaß macht, was die Uhsmannsdorfer auf die Beine stellen.“

Begleitet von Elferrat und Funkengarde stellte sich das neue Prinzenpaar Corinna I. (Meißner) und Cornelius I. (Exner) vor. Den richtigen Einstieg für das Abendprogramm, das erneut keinen Gag und Seitenhieb aussparte und gekonnt serviert wurde, lieferte hoch zu Ross Matthias Barth als Ritter Eisenfaust.

Weil er leicht beschwipst war, fiel ihm die Verkündung der Ordnung recht schwer. Den weiteren Hergang kommentierten der Schmied Reiner Küpper und die Marktfrauen Gabi Beyer, Astrid Elsner und Silvana Adolph.

Der Burgvogt Alfred Bayer verkündete, dass seine Tochter Kunigunde (Steffen Gerschwitz) heiraten soll und der schwarz gekleidete „weiße Rabe“ verkündete, dass Ritter darum kämpfen sollten. Ritter Eisenfaust und Knappe Frank Albrecht und der Ritter Rosenrot (Bernd Adolph) und sein Knappe Hans Henning Liewald rückten an und kämpften. Schließlich siegte der Ritter Rosenrot, was dem Burgvogt nicht behagte und er rief den Henker Andreas Elsner auf den Plan, der dann auch kurzen Prozess machte und alle feierten ein Volksfest.

Zwischenzeitlich hatte der Schmied der Kunigunde mit entsprechenden Kommentaren einen Keuschheitsgürtel angelegt sowie Torsten Besser und Alexander Hänel mit vielen Vorschlägen, was noch versteuert werden könnte, die Steuerreform vorgestellt.

Mit einem Schautanz und einem feurigen Can-Can mischten die Funkengarden kräftig mit. Roland Döring, aus der Nähe von Oschatz erneut gekommen, hatten es besonders die hübschen Funken angetan: „Die Funkengarde sorgt für die richtige Stimmung“, lautete sein Kommentar. Wie gewohnt löste das Männerballett zu später Stunde noch einmal eine große Ovation aus.

Vermisst wurden die Kinderfunken, die eigentlich zum LSV Spree gehören. Weil die Leiterin ein Baby erwartet, ist derzeit niemand zur weiteren Anleitung bereit. Vielleicht erbarmt sich doch noch eine gute Seele für die jungen Talente. Nicht nur die Eltern finden es als sehr schade.

Der weitere Teil des Abends lag in den bewährten Händen von Mathias Schmidt von Radio Lausitz, der diese an den Hebeln der Disko hatte und ein fröhliches Völkchen erfolgreich dirigierte.