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UKA blickt in eine unsichere Zukunft

Sechs Windparks wurden in diesem Jahr gebaut. Die Pläne der Bundesregierung bereiten der Branche Sorgen.

Von Kristin Hofmann

Seit Herbst dieses Jahres laufen in Rehfeld in Brandenburg vier neue Windkraftanlagen auf Hochtouren. Strom für rund 10 000 Haushalte wird hier produziert. Umgesetzt wurde dieses Projekt von der Unternehmensgruppe für Umweltgerechte Kraftanlagen (UKA). Bereits seit 1999 hat sich die in Meißen ansässige Unternehmensgruppe mit derzeit rund 250 Beschäftigten dem Ausbau von Windenergieanlagen an Land verschrieben. „Nur wenn der Bau solcher Anlagen weiterhin gefördert wird, ist die Energiewende in Deutschland möglich“, sagt Henrik Oliver von Oehsen, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit bei UKA. Auch der wirtschaftliche Gewinn des Unternehmens dürfte von den weiteren Entscheidungen abhängig sein.

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Genaue Zahlen zu den diesjährigen Ergebnissen gibt das Unternehmen nicht bekannt. Das Unternehmen konnte in diesem Jahr neben dem Projekt in Rehfeld fünf weitere Windparks in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern bauen. Dafür wurden zwei weitere Standorte in Cottbus und Rostock eröffnet und insgesamt 50 neue Arbeitsplätze geschaffen. Da die Flächen, auf denen neue Windkraftanlagen entstehen können, begrenzt sind, geben die einzelnen Bundesländer zunehmend größere Waldstücke für die Bebauung frei. „Der Vorteil solcher Standorte liegt darin, dass die Parks fern von Dörfern und Städten entstehen können und so die Anwohner weniger betroffen sind“, sagt von Oehsen.

UKA engagiert sich für Schachsport

Neben dem Bau von Windparks kümmert sich UKA darum, dass der Windstrom sicher ins Netz eingespeist wird. So wurde in diesem Jahr ein Umspannwerk in Lieskau (Brandenburg) errichtet.

Seit 2011 engagiert sich das Unternehmen zudem für die erfolgreiche Entwicklung des deutschen Schachsports und verlängerte kürzlich den Vertrag als Hauptsponsor der deutschen Schachnationalmannschaft für weitere zwei Jahre.

Trotz der positiven Entwicklung in der letzten Zeit sorgt das Vorhaben der Bundesregierung, das Gesetz für erneuerbare Energien zu reformieren, für Unsicherheit in der gesamten Branche. Von Oehsen ist sich aber sicher, dass nur mit einer Fortsetzung des bisher eingeschlagenen Weges, Windparks auch an dezentralen Standorten zu errichten, ein positives wirtschaftliches Ergebnis erreicht werden kann.