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Umbau im Freizeitbad wird teurer

Die Arbeiten zur Umgestaltung des „Platsch“ liegen im Zeitplan. Doch finanziell gibt es Probleme.

Der Badespaß, wie es ihn einst in Oschatz gab, soll künftig in einem deutlich kleineren Areal stattfinden.
Der Badespaß, wie es ihn einst in Oschatz gab, soll künftig in einem deutlich kleineren Areal stattfinden. © Oschatzer Freizeitstätten

Oschatz. Wer dieser Tage einen Blick in das Oschatzer „Platsch“ wirft, dürfte das Freizeit- und Erlebnisbad kaum wiedererkennen: Rutschen und Turm sind verschwunden, die Becken sind sichtlich geschrumpft. Dafür ist ein zusätzliches Gebäude entstanden, das später die Kegelbahn beherbergen soll.

Bereits seit November läuft eine millionenschwere Baumaßnahme, mit der die Oschatzer Freizeitstätten das Bad neu ausrichten und wieder attraktiver machen wollen. Grund dafür sind die wirtschaftlichen Probleme der vergangenen Jahre. 

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Zuletzt kamen laut Betreiber nur noch rund 40 Besucher pro Tag, ausgenommen Kurse und Schulklassen. Da der Energiebedarf jedoch gleich blieb, schrieb das „Platsch“ fortlaufend rote Zahlen. Die Stadt Oschatz hatte deshalb eine Sanierung angeregt, um den jährlichen Zuschuss aus der Stadtkasse zu reduzieren. 

Wo früher ein durchgängiges Becken war, sind mittlerweile zahlreiche Mauern und Treppen entstanden. 
Wo früher ein durchgängiges Becken war, sind mittlerweile zahlreiche Mauern und Treppen entstanden.  © Oschatzer Freizeitstätten

Die Pläne sehen vor, dass die Wasserfläche von rund 860 auf circa 380 Quadratmeter verringert wird. Anstelle des Rutschenturms und der Kindererlebnislandschaft sollen eine Kegelbahn sowie Übernachtungsmöglichkeiten für über 30 Personen entstehen. Außerdem soll eine mobile Kletterwand am Beckenrand installiert werden. Während des Umbaus ist das Bad komplett geschlossen.

Die Wiedereröffnung ist aktuell für August 2020 geplant. – „Der straff gesteckte zeitliche Bauablaufplan wird aktuell eingehalten“, sagt Claudia Werner von den Oschatzer Freizeitstätten. Mehr als die Hälfte der Bauarbeiten seien bereits vergeben. Jedoch ist das ursprünglich auf rund fünfeinhalb Millionen Euro fixierte Projekt mittlerweile um 1,5 Millionen Euro teurer geworden. Das liegt laut Claudia Werner sowohl an der aktuellen Marktlage als auch an nicht absehbaren Funden auf dem Badgelände.

Für die Mitarbeiter des Freizeit- und Erlebnisbades ist die rund anderthalbjährige Umbaumaßnahme aber nicht gleichbedeutend mit dem Verlust ihres Jobs. Alle sind weiterhin bei den Oschatzer Freizeitstätten beschäftigt, versichert Claudia Werner. Manche von ihnen unterstützen das Team im Thomas-Müntzer-Haus, andere helfen bei der Beräumung des „Platsch“ mit. Auch bei den Arbeiten in Sauna und Wellnessbereich sowie bei der Betreuung des Europäischen Jugendcamps samt Zeltplatz sind die Mitarbeiter eingesetzt.

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