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Umbau in der Panschau

Die bekannte Einkaufspassage in Freital-Döhlen wird attraktiver. Bisherige Läden zeigen sich bald mit Neuerungen.

Von Verena Weiß

Nicht nur die Mieter des Hauses haben es bemerkt. Auch vielen Freitalern dürfte nicht entgangen sein, dass hier einiges im Wandel ist. In der Panschau-Galerie in Döhlen wird umgebaut. Glasfenster sind abgehängt, Wände fallen, weiter drüben riecht es nach frischer Farbe. Das markante Objekt an der Dresdner Straße soll in Zukunft wieder mehr Kunden anlocken. Seit dem Eigentümerwechsel im Frühjahr 2013 ist klar: Die alte Panschau hat ausgedient. An Attraktivität musste die Einkaufspassage schon länger einbüßen. Immer weniger Kunden fanden zuletzt den Weg in das bis dato eher vernachlässigte Objekt. Damit das künftig anders wird, haben sich die Projektentwickler Gedanken gemacht und zusammen mit den Gewerbetreibenden des Hauses ein Konzept entwickelt. „Wir wollten gern alle bisherigen Mieter im Objekt behalten. Bis auf den Bäcker ist uns das gelungen“, erklärt Jacob Schlieper von der SM Wirtschaftsberatungs AG, der für die Belange zwischen Eigentümer und Hausverwaltung zuständig ist und auch die aktuellen Umbauarbeiten mit begleitet.

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Neu wird vor allem der Durchgang, der künftig Besucher geradewegs durch die Panschau-Galerie führen soll. Links und rechts davon ordnen sich die Läden an. Ob Umbau oder Umzug innerhalb der Passage: Für fast alle von ihnen stehen Veränderungen an. So zieht der Kosmetik-Laden von der Dresdner Straße weiter in den hinteren Bereich. Dadurch steht dem Matratzen-Concord in Zukunft mehr Platz zur Verfügung. Viel Platz bekommt auch der Advita-Pflegedienst, der bereits im Obergeschoss eine Pflegeeinrichtung hat und nun zusätzlich rund 400 Quadratmeter im Erdgeschoss mietet. Hier soll spätestens ab Juni ein Seniorentreff eingerichtet werden samt Büro und Tagungsräumen. Dafür nutzt das Unternehmen die leerstehenden Räume des insolventen Schlecker-Marktes und aktuelle Flächen des Fensterpools sowie des Textil-Geschäfts, die dafür beide im hinteren Bereich der Galerie neue Räume beziehen. Die Stadtbibliothek bleibt hingegen auf ihrer Fläche – zumindest vorerst. Wie Stadtsprecherin Inge Nestler bestätigt, sei der Mietvertrag in der Panschau verlängert worden. Für wie lange, wollte sie jedoch nicht sagen. Das sei eine „interne Angelegenheit“. Allerdings bleibe die Bibliothek hier eine Zwischenlösung.

Eine weitere große Veränderung steht für Berti’s Grill- und Partyservice an. Seit über vier Jahren betreibt André Berthold den Imbiss im Haus. Das wird er auch weiterhin tun, allerdings mit wesentlichen Verbesserungen. Damit der Geruch von Essen nicht mehr durch die komplette Passage schwebt, zieht André Berthold mit seinem Imbiss in die leerstehenden Räume des Bäckers und gewinnt so zusätzlichen Platz. „Ich freue mich schon drauf“, sagt er, „vor allem, wenn wir bei schönem Wetter auch ein paar Tische raus stellen können.“ In Zukunft will André Berthold aber nicht nur Essen ausschenken. Die neu bezogenen Räume können bald auch für private Veranstaltungen gemietet werden, erklärt er. Der Bedarf danach sei da, weiß Berthold, genauso wie das tägliche Mittagessen. Zwischen 400 und 500 hungrige Mägen versorgt er jetzt schon zusammen mit seinen Mitarbeitern jeden Tag. Künftig könnten es noch mehr werden.

Denn André Berthold, der seit diesem Jahr auch neuer Pächter des benachbarten Bilgro-Getränkehandels ist, will mit dem Umzug auch länger für seine Kunden da sein und die Öffnungszeiten anpassen, dann sogar mit zwei zusätzlichen Honorarkräften. Viele seiner Kunden hätten die neuen Pläne schon begrüßt. „Ostern will ich alles fertig haben“, sagt er. Damit Kunden und Geschäft nicht unter dem Umzug leiden, werden die Stühle quasi übers Wochenende neu gerückt. – Bis zum Sommer sollen dann auch alle anderen Gewerbetreibenden im Haus in ihren zum Teil neuen Räumen starten können, vielleicht auch mit neuen Kunden.

Einzig im hinteren Bereich der Panschau-Galerie wird noch für eine Fläche von etwa 75 Quadratmetern ein Mieter gesucht. „Wir könnten uns Einzelhandel gut vorstellen“, sagt Jacob Schlieper.