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Umgefallene Linde: Versicherungen überprüfen den Fall

Glück im Unglück bei der umgefallenen Linde: Rein zufällig war niemand im Hühnerstall, um die Tiere zu füttern.

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Von Anja Beutler

Wann die umgefallene Linde am Viebig im Bernstädter Ortsteil Kunnersdorf abtransportiert wird, ist derzeit noch unklar. Wie ein Angehöriger des Hühnerstallbesitzers, auf dessen Dach die Linde gefallen war, mitteilte, gehe es derzeit noch um versicherungsrechtliche Fragen. Zudem sei der Eigentümer selbst erst dieser Tage aus dem Urlaub zurückgekommen, und könne sich nun persönlich um den Schaden kümmern. Er sei aber sofort über den Schadensfall informiert worden, hieß es.

Dass wirklich niemand dabei verletzt worden ist, war offenbar schon besonderes Glück. Um die Zeit, wo der Baum fiel, sei normalerweise immer jemand im Stall, um die Tiere zu füttern. Zufälligerweise war die Person aber aus dienstlichen Gründen an diesem Sonnabend nicht zu dieser Zeit in dem Gebäude. Wie hoch die Schadenssumme ist, darüber gibt es derzeit keine Informationen. Der Baum habe aber ein großes Loch in das Dach des Gebäudes geschlagen.

Die Linde war am vorigen Sonnabend völlig unerwartet umgefallen und auf dem Dach des Hühnerstalles gelandet. Der Baum habe nach außen hin nicht den Anschein gemacht, als ob er sehr morsch sei, so dass niemand damit gerechnet hatte, dass er umfällt. Nun ergebe sich beim Blick auf das Innenleben des Baumes ein etwas anderes Bild. Die Stadtverwaltung Bernstadt versicherte gegenüber der Sächsischen Zeitung, dass man im Stadtgebiet immer wieder die Bäume auf ihren Zustand überprüfen lasse. Zuletzt habe man im Zusammenhang mit der Sanierung des Kirchplatzes und der Mauer die dort befindlichen, alten Bäume von einem Fachmann begutachten lassen. Sie seien in einem guten Zustand, habe das Fazit gelautet.

Bei dem aktuellen Fall gab es offenbar keine Erkenntnisse über eine mögliche Schädigung des Baumes. Inwieweit das Wetter eine Rolle gespielt hat, ist unklar. Nachbarn berichteten, dass es auch an jenem Sonnabend nur mäßig Wind gegeben habe, auch eine Windhose, wie aufgrund der seltsam aussehenden Abbruchstelle viele vermuteten, kommt wohl nicht in Frage, da im Umfeld des Baumes keinerlei Zerstörungsschneisen zu erkennen waren.