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Umleitung sorgt in Roßwein für Ärger

Den Oberstadtgraben dürfen nur Pkw befahren. Daran halten sich aber nicht alle Kraftfahrer. Und einige sind viel zu schnell.

Aufgrund des Abrisses an der Damaschkestraße ist der Oberstadtgraben in Roßwein als Umleitung für Pkw ausgeschildert. Dennoch wird sie von Lkw genutzt.
Aufgrund des Abrisses an der Damaschkestraße ist der Oberstadtgraben in Roßwein als Umleitung für Pkw ausgeschildert. Dennoch wird sie von Lkw genutzt. © privat

Roßwein. Anwohner Axel Kirstein ist sauer. Seit dem 16. März laufen die Abrissarbeiten am Eckhaus Damaschkestraße 2 (wir berichteten). Weil dadurch die Lommatzscher Straße gesperrt ist, führt die Umleitung für Pkw über den Oberstadtgraben.

Doch die Umleitung sorgt für Ärger bei den Anwohnern. „Zum einen fahren viele Autos auf der engen Straße viel zu schnell. Und außerdem wird die Umleitung auch von Lkw genutzt, obwohl für die eine andere Strecke ausgeschildert ist“, sagt Axel Kirstein. Sogar Sattelschlepper und große Landwirtschaftsfahrzeuge haben sich durch die schmale Gasse gequält, berichtet der Roßweiner. „Jeder der diese Straße kennt, weiß, dass es auf dem letzten Stück sehr eng zugeht und auch kaum ein Fußweg vorhanden ist“, sagt Anwohner Kirstein.

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Er habe sich daraufhin an die Stadtverwaltung gewandt. „Im Rathaus begegnete ich Herrn Klöden, der aber keine Zeit für mich hatte, und darauf verwies, dass es nicht Angelegenheit der Stadt sei, dies zu klären“, sagt Kirstein.

Michael Klöden vom Bau- und Liegenschaftsamt bestätigt die Begegnung. „Ich musste dringend zu einer Sitzung aufgrund der Corona-Krise. Sonst hätte ich mir das Anliegen von Herrn Kirstein angehört“, sagt Klöden. Für die Straßensperrung und die erforderliche Umleitung sei das Landratsamt Mittelsachsen verantwortlich. „Wir haben uns später mit dem Landratsamt in Verbindung gesetzt“, so Klöden. Daraufhin sei zumindest die Beschilderung der Umleitung teilweise geändert worden.

Das Eckhaus ist schon zum großen Teil abgerissen. Die Sperrung der Lommatzscher Straße ist bis zum 3. April beantragt, wie Roßweins Bauamtsleiter Dirk Mehler mitteilt.

Auch er verweist noch einmal darauf, dass die verkehrsrechtliche Anordnung Sache des Landratsamtes ist. „Selbstverständlich kümmern wir uns um die Anliegen der Bürger. Aber in diesem Moment war die Krisensitzung, an der Michael Klöden teilnehmen musste, erst einmal wichtiger“, wirbt Mehler um Verständnis.