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Damit der Strom auch in Zukunft fließt

Drei Jahre wird an einem neuen Umspannwerk in Löbau gebaut. Das alte wird ersetzt. Die Stromkunden sollen davon nichts merken.

Steffen Heine, Geschäftsführer von Enso Netz (rechts) und Löbaus Oberbürgermeister Dietmar Buchholz mit den Plänen für das neue Umspannwerk.
Steffen Heine, Geschäftsführer von Enso Netz (rechts) und Löbaus Oberbürgermeister Dietmar Buchholz mit den Plänen für das neue Umspannwerk. © Rafael Sampedro

Über 50 Jahre hat das Löbauer Umspannwerk auf dem Buckel. Seit 1968 versorgt es immer noch die Stadt und Gemeinden im Umland verlässlich mit Strom. Damit das auch weiterhin so klappt, wird das in die Jahre gekommene Bauwerk nun durch ein neues ersetzt. Am Montag fiel der offizielle Startschuss für die Bauarbeiten. 

Das neue Umspannwerk des Energieversorgers Enso entsteht am gleichen Standort wie das bisherige - an der Lilienthalstraße unweit der Weißenberger Straße. Für die stabile Stromversorgung investiert die Enso rund sechs Millionen Euro an dem Standort in Löbau. "Gleichzeitig ist es zukunftssicher dimensioniert, um insbesondere die wachsende Rückspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien aufzunehmen“, sagte Enso Netz-Geschäftsführer Dr. Steffen Heine am Montag beim gemeinsamen Treffen mit Bürgermeistern der umliegenden Kommunen. Sie waren zum offiziellen Baustart eingeladen, denn für ihre Einwohner kommt der Strom aus Löbau. Sowohl private Haushalte als auch Unternehmen beziehen den Strom aus dem Umspannwerk. 

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Strom für 30.000 Menschen

Es versorgt reichlich 30.000 Einwohner mit Strom, unter anderem über die Stadtwerke Löbau sowie in Reichenbach, Weißenberg, Hochkirch, Vierkirchen und Waldhufen. 

Das neue Löbauer Umspannwerk wird schrittweise in mehreren Etappen gebaut, informiert die Enso zu dem großen Bauvorhaben. Zunächst haben Bauarbeiter an der Grenze zu einem Nachbargrundstück eine Stützwand errichtet. Das war nötig, weil auf dem Gelände ein Höhenunterschied auszugleichen ist. Nun können die Arbeiten für das neue Betriebsgebäude beginnen.

Ab dem Sommer wird dann auf einer 1.800 Quadratmeter großen Fläche neben dem bisherigen Umspannwerk die erste Hälfte der Schaltanlagen errichtet. Ab dem Winter folgen dann die elektrischen Anlagen. Im Frühjahr 2021 soll dieser neue Teil des Umspannwerkes ans Netz gehen. Der entsprechende Teil der alten Anlagen kann dann abgerissen werden. Danach ist die zweite Hälfte des Umspannwerkes an der Reihe. Bis 2023 sollen die Arbeiten dauern. Dann soll komplett auf die neue Anlage umgestellt werden, berichtet Enso-Sprecher Stephan Hönigschmid. Diese Staffelung ist nötig, damit der Strom durchgängig fließen kann und die Versorgung nicht unterbrochen wird. "Trotz des umfangreichen Baugeschehens sollen die Stromkunden keine Auswirkungen bemerken. Die Versorgung ist jederzeit zuverlässig gewährleistet, da die alten Anlagen erst abgestellt werden, wenn die neuen in Betrieb gehen", erklärt Stephan Hönigschmid.

Auch "grüner Strom" kommt aus Löbau

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Insgesamt betreibt Enso Netz 48 Umspannwerke, davon 19 in der Lausitz. Im Löbauer Umspannwerk wird auch "grüner Strom" verarbeitet. Im Versorgungsgebiet des Werkes sind derzeit schon Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von fast 20 Megawatt, Windenergieanlagen mit 17 Megawatt sowie Biogasanlagen mit sechs Megawatt installiert. Wenn diese Anlagen mehr Strom erzeugen, als gleichzeitig vor Ort benötigt wird, sorgt das Umspannwerk dafür, dass der „grüne Strom“ ins Hochspannungsnetz eingespeist wird. 

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