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Umstrittene Kastanie ist gefällt

Die Proteste der Fraktion „Bürger für Liebstadt“ halfen nicht. Der 100 Jahre alte Baum wurde am Sonnabend umgesägt.

Von Heike Wendt

Der Streit um die Fällung eines Baumes auf der Braugasse in Liebstadt ist vorerst beendet. Bürgermeister Hans-Peter Retzler (Die Linke) hat die Kastanie fällen lassen. Beauftragt wurde ein Fachunternehmen, die Feuerwehr Liebstadt musste den Fällort sichern. Noch kurz zuvor hatten Paul Bolle und Werner Stöcker als Vertreter der „Bürger für Liebstadt“ versucht, die Fällung zu verhindern. „Wir wollten die Beauftragten überzeugen, wenigstens nur schadhafte Äste abzusägen und dem Baum noch eine Chance zu geben“, berichtet Werner Stöcker. Vergebens. Die Kastanie fiel.

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Vorausgegangen war ein Protest der Stadtratsfraktion „Bürger für Liebstadt“. Paul Bolle hatte sich in deren Namen an den Bürgermeister gewandt, um die Fällung des Baumes abzuwenden. Als Grund wurde die fehlende Information der Stadträte angeführt. Die Fraktion verlangte die Einberufung einer Sondersitzung. Dort sollte mit allen Räten über die beabsichtigte Baumfällung entschieden werden.

Der Bürgermeister lehnte dies allerdings ab. Er verwies in einer schriftlichen Antwort auf das Protokoll der Ratssitzung vom 12. November 2012. Dort war der Hinweis über eine Baumschau nachzulesen. In diesem habe ein Baumgutachter der Kastanie Schäden aus früheren Rückschnitten sowie Pilzbefall attestiert.