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Umweltamt: unsachliche Vorwürfe zu ETU

Altbernsdorf. Das Umweltamt des Landkreises bezeichnet die jüngsten Vorwürfe der Altbernsdorfer Bürgerinitiative im Streit um die Abfall-Firma ETU als abwegig und unsachlich. Dabei geht es um die Interpretation...

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Altbernsdorf. Das Umweltamt des Landkreises bezeichnet die jüngsten Vorwürfe der Altbernsdorfer Bürgerinitiative im Streit um die Abfall-Firma ETU als abwegig und unsachlich. Dabei geht es um die Interpretation von Cadmium-Messwerten, die bei einer vom Kreis veranlassten Untersuchung an einem speziellen Messpunkt ermittelt worden sind. Die Bürgerinitiative „Kein Giftmüll auf dem Eigen“ schreibt den Anstieg eines Cadmium-Wertes um 16 Prozent der ETU zu und suggeriert mit der Darstellung eine deutliche Gefährdung für Menschen.

Viola Grätz, Sachgebietsleiterin Abfall/Immission beim Umweltamt betonte auf Nachfrage, dass der Unterschied des Wertes von 1,62 auf 1,88 Milligramm pro Kilogramm Trockensubstanz zeige eher eine gute Übereinstimmung der Werte mit Blick auf immer vorhandene Streuungen der Messergebnisse. Zudem ließe sich aus den Werten laut Bundesbodenschutzverordnung kein Grund zu weiteren Handlungen des Amtes ableiten. Nach diesem Gesetz sei zum Beispiel bei Kinderspielflächen erst bei einem Wert von 10 mg/kg die Grenze erreicht, bei der von einer schädlichen Bodenveränderung gesprochen werden müsse. (SZ/abl)

Auf ein Wort, Bericht S. 22