merken
PLUS

Umweltschule hofft auf faires Urteil

Im Streit um den Schulbetrieb soll in zwei Wochen das Verwaltungsgericht entscheiden.

Zu Wochenbeginn kündigte die Sächsische Bildungsagentur (SBA) an, den Betrieb der Natur- und Umweltschule am Manfred-von-Ardenne-Ring nur noch bis zum 31. Juli zu gestatten. Ab August muss die Schule schließen, rund 60 Kinder und 100 Eltern stehen somit vor einer ungewissen Zukunft. Als Gründe für die Schließung wurden Mängel und nichterfüllte Auflagen angeführt (die SZ berichtete).

Nun melden sich erstmals Vertreter vom Vorstand des Fördervereins der Schule zu Wort. „Die Behauptungen der SBA sind sachlich falsch und verunglimpfend. Ebenso ist die Auskunft über die Schließung der Schule zum gegenwärtigen Zeitpunkt unseriös“, sagt Katja Gähler, die Elternvertreterin im Vorstand des Fördervereins.

Anzeige
Ausschreibung der Gemeinde Lohsa
Ausschreibung der Gemeinde Lohsa

Wir suchen zur Betreibung der Kindertagesstätten in Lohsa einen Träger.

Die Natur- und Umweltschule wurde 2011 gegründet. Seither sei ihr Fortbestand ungewiss. Zwar steht die Einrichtung seit vier Jahren im Austausch mit der Bildungsagentur. „Doch statt Unterstützung und Beratung haben wir von der Behörde Abwertung, Bevormundung und eine andauernde Verunsicherung erfahren“, ergänzt Ines Pröhl, eine Mutter und Mitbegründerin der Schule. Deshalb setzen die Mitglieder des Fördervereins nun auf die gerichtliche Entscheidung. Diese soll am 4. Juni im Verwaltungsgericht Dresden fallen.

Der Träger der Natur- und Umweltschule, der Verbund Sozialpädagogischer Projekte, hatte gegen die Duldung des Schulbetriebes geklagt, die von der SBA für die Schuljahre 2013/14 und 2014/15 ausgesprochen worden war. Mit seiner Klage will der Träger eine unbefristete Genehmigung für die Natur- und Umweltschule durchsetzen. „Wir glauben weiter an die Zukunft unseres Schulprojektes und an ein rechtsstaatliches Verfahren ohne Medienmanipulation“, so Ines Pröhl und Katja Gähler. (kah)