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Wie aus Rasen wieder Wiese wird

In Altenberg haben Gymnasiasten zum Umwelttag die Sense geschwungen. Das lockte sogar einen Minister ins Osterzgebirge.

Sachsens Umweltminister Wolfram Günther packte beim Umwelttag des Altenberger Gymnasiums auf einer Wiese im Osterzgebirge mit an.
Sachsens Umweltminister Wolfram Günther packte beim Umwelttag des Altenberger Gymnasiums auf einer Wiese im Osterzgebirge mit an. © Egbert Kamprath

Zurück zur Natur. Das ist der Zeitgeist. Und das freut natürlich den Umweltminister, erst recht wenn er, so wie im Fall des sächsischen, zu den Grünen gehört. Wolfram Günther machte sich am Mittwochmorgen auf nach Altenberg. Dort hatten sich Schüler des Gymnasiums aus 17 Klassen zum Umwelttag versammelt. Dabei wurde die Wiese gehauen und Müll gesammelt. Auch der Minister - im weißen Hemd nicht unbedingt perfekt für den Arbeitseinsatz gekleidet - krempelte die Ärmel hoch. 

Mit dabei waren auch Umweltverbände und Unternehmen der Region. So gab es an der Altenberger Rehaklinik Raupennest einen Schülereinsatz, um auf einer Wiese der Natur ein Stück zurückzugeben. 20 Jahre lang war dort der Rasen gepflegt und immer wieder auf Länge gestutzt worden. Sah zwar immer alles sehr ordentlich aus, aber große Artenvielfalt gab es hier nicht mehr. 

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Zum Umwelttag harken Altenberger Gymnasiasten das Gras auf der Wiese an der Rehaklinik Raupennest zusammen.
Zum Umwelttag harken Altenberger Gymnasiasten das Gras auf der Wiese an der Rehaklinik Raupennest zusammen. © Egbert Kamprath

Eine Mitarbeiterin der Klinik hatte deshalb die Idee, dass hier wieder eine Sumpfporstwiese entsteht, auf der auch Arnika wächst. Jens Weber von der Grünen Liga griff diesen Vorschlag auf und so war ein neues Projekt geboren. Das Gras durfte nun zunächst ungestutzt wachsen und blühen. Bis zum Mittwoch. Jens Weber mähte die Wiese. Nun kamen auch die Altenberger Gymnasiasten ins Spiel. Mit vielen Händen halfen sie mit, das Heu zum Abtransport zusammenzuharken und auf einen Hänger zu laden. Und an den für die Technik unzugänglichen Stellen musste die Wiese mit der Sense gehauen werden. Die älteren Schüler konnten sich dabei an der Handarbeit ihrer Ur-Großeltern üben. 

Von Altenberg bis Madagaskar

Für Umweltminister Wolfram Günther war das Engagement einer ganzen Schule Grund genug für einen Besuch im Osterzgebirge. Er freute sich über das aktive Engagement der Altenberger. Geredet und gefordert werde zwar oft und viel, sagte er, doch hier gäbe es aktive Taten, die sich in ihrer Breite und Tiefe als besonderes Projekt hervorheben.

Dieser besondere Umwelteinsatz soll nicht auf diesen einen Tag beschränkt bleiben, sondern auch in den kommenden Jahren fortgeführt werden. Anke Gundel, Chefin der Altenberger Rehaklinik, hofft, dass hinter dem Haus bald wieder eine bunte Bergwiese blüht, über der unzählige Schmetterlinge flattern. 

Die Schüler waren am Mittwoch auch noch an anderen Stellen in Altenberg aktiv, um gemähtes Gras von Nasswiesen zusammenzutragen, Müll zu sammeln und an einem Infoplakat über Bergwiesen zu arbeiten. Mit dem Madagaskar-Projekt wird zudem an der Altenberger Schule schon seit Jahren global gedacht. Es gibt sogar eine Partnerschaft zu einer Schule auf der Insel vor Ostafrika mit dem Ziel, den dortigen Regenwald nicht nur zu erhalten, sondern auch wieder aufzuforsten.

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