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Umzug im nächsten Jahr ehrt Gustav Kubasch

Das Dorfkomitee für das Internationalen Gemeindefest hat jetzt im Heldhaus eine Gesamtauswertung vorgenommen. Gleichzeitig blickte man voraus auf das Fest im 700. Jahr der Ersterwähnung der Gemeinde Nebelschütz.

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Von Georg Hansky

Bürgermeister Thomas Zschornak wertete das Fest 2003 als sehr erfolgreich. Trotz des gleichzeitigen Festes in unmittelbarer Nähe haben die Vereine der Gemeinde etwas Großartiges auf die Beine gestellt. Die Förderung kam überwiegend von Institutionen des Kreises, die Mittel von der sorbischen Stiftung, das wurde von allen Anwesenden sehr kritisch bewertet, waren wie bereits auch in den vergangenen Jahren wieder sehr gering. Aufgabe dre Stiftung sei es jedoch, besonders internationale Bewegungen, wie auch das Nebelschützer Gemeindefest zu fördern, denn es ist nicht nur ein Dorffest der üblichen Art. Auch das Galaprogramm, welches von einigen internationalen Gruppen gestaltet wurde, die sowieso im Land waren, musste die Gemeinde selbst tragen. Erfreulich hingegen: An den drei Tagen waren nur geringe Vergehen zu verzeichnen. Bei einem Vorfall, wo die Polizei gerufen wurde, war sie allerdings nicht gekommen. Auch auf einige technische Mängel wurde vom Bürgermeister hingewiesen, die sich im nächsten Jahr nicht wiederholen dürften. Besonders positiv wurde die Selbstinitiative der Wendischbaselitzer Jugend hervorgehoben, die auf eine besondere Art im Jugendklub mit ihren selbst ausgedachten exotischen Getränken die Besucher in den Club lockten und sie auch zum längeren Verweilen anregten. Auch der Festumzug sowie alle kulturellen und sportlichen Veranstaltungen sind gut angekommen. Das Angebot von den Jägern hat großes Interesse bei den Besuchern gefunden.

Ortspfarrer war eine

markante Persönlichkeit

Die Beratung diente freilich vor allem der Vorbereitung des 13. Festes, welches vom 9. bis 11. Juli 2004 durchgeführt wird. Im nächsten Jahr wird das 700. Bestehen des Ortes Nebelschütz (ob das das älteste Gründungsjahr 1304 ist oder es noch eher erstmals erwähnt wurde, muss noch erforscht werden) gefeiert. Das Programm ist bereits aufgestellt, denn es müssen ja schon die ersten Verträge abgeschlossen werden. Beim Festumzug wird besonders an den ehemaligen Nebelschützer Ortspfarrer Gustav Kubasch gedacht, dessen 80. Todestag begangen wird. Er war zu dieser Zeit eine markante Persönlichkeit, ob als Pfarrer mit seinen zum Teil witzigen Predigten, oder als begeisterter Bauer, der Beiträge in Zeitungen und Zeitschriften veröffentlichte, als ausgezeichneter Kenner von Pflanzen und Kräutern oder auch als Kritiker gegenüber der Gesellschaft. Nach Meinung des jetzigen Pfarrers Michael Bresan, müsste ihm zu diesem Anlass ein Denkmal zum Andenken aufgestellt und als besondere Ehre auch eine Straße im Ort benannt werden.

Zu diesem besonderen Fest sind auch alle Einwohner aufgefordert, alte Fotos zu suchen und diese zur Vervielfältigung zu geben, aber auch besondere Begebenheiten vom Ort, preiszugeben. Es haben bereits viele Gäste und Gruppen ihre Teilnahme zugesagt. Auch der Ministerpräsident von Niedersachsen habe zugesagt, einmal unser Land zu besuchen. Vielleicht ist ihm dieser Zeitpunkt willkommen?