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Umzugspläne bei der Bundespolizei?

Der Altenberger Posten zieht nach Dippoldiswalde – das legt ein Regierungspapier nahe. Dann folgt eine Klarstellung.

Steht der Bundespolizei-Stützpunkt in Altenberg bald doch leer?
Steht der Bundespolizei-Stützpunkt in Altenberg bald doch leer? © Archiv/Egbert Kamprath

Weil Dippoldiswalde ein strategisch und wirtschaftlich günstigerer Standort ist, zieht die Bundespolizei von der Grenze in Altenberg 25 Kilometer weiter ins Landesinnere. Das legt eine Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage des FDP-Bundestagsabgeordneten Jürgen Martens nahe. „Derzeit wird die Verlagerung des Revieres von Altenberg nach Dippoldiswalde geprüft. Der Zeitpunkt der angedachten Organisationsänderung steht gegenwärtig noch nicht fest“, heißt es in dem Papier. Es werden zudem Punkte genannt, die wirtschaftlich für Dippoldiswalde sprechen. Mitte 2020 könnte eine dortige Immobilie für die Bundespolizei hergerichtet sein.

Nach der Veröffentlichung eines Zeitungsberichts über den vermeintlichen Umzug sieht aber das Bundesinnenministerium Klarstellungsbedarf. Die Verlagerung werde lediglich geprüft. „Eine Entscheidung dazu ist aber noch nicht gefallen“, sagte Staatssekretär Hans-Georg Engelke am Dienstag. Altenbergs Bürgermeister Thomas Kirsten (Freie Wähler) sieht das mit Sorge. „24 Bundesbeamte verlassen Altenberg und zwei laufen Streife mit der Landespolizei?“, ärgert er sich. Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU) sagte bereits vor Tagen, es gebe ein „klares Signal der Bundespolizei, dass sie in Altenberg bleiben wird.“ 

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