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Unesco-Experte besucht die Region

Sind Sächsische und Böhmische Schweiz fit fürs Weltnaturerbe? Darüber soll eine Begehung im September Klarheit bringen.

Unesco-Weltnaturerbe oder nicht? Noch in diesem Jahr könnte die Sächsisch-Böhmische Schweiz einer Entscheidung zur Titeltauglichkeit näher kommen. Auf Einladung des tschechischen Umweltministeriums soll im September der Unesco-Gutachter Professor Paul Williams aus Neuseeland das deutsch-tschechische Gebiet besuchen. Derzeit werde ein genauer Termin mit der deutschen Seite abgestimmt.

Über den bevorstehenden Besuch informiert Klaus Fiedler, Koordinator der SPD-Arbeitsgemeinschaft Euroregion Elbe-Labe. „Im Umweltministerium in Prag werden noch dieses Jahr die entsprechenden Weichen gestellt“, so Fiedler. „Der Mitarbeiter im tschechischen Umweltministerium, Lukas Pokorny, ist Mitglied der tschechischen Welterbe-Kommission und teilte mir mit, dass der Unesco-Experte im September kommt. Noch dieses Jahr soll die Expertise von ihm vorliegen. Die tschechische Seite setzt sich stark für den Unesco-Titel ein.“

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Auch auf deutscher Seite seien weitere wichtige Arbeiten erfolgt, berichtet Fiedler. Die bereits vorliegende Potenzialanalyse wurde auf den neuesten Stand gebracht und ins Englische übersetzt. Das sei ein Resultat des letzten Treffens der deutsch-tschechischen Arbeitsgruppe.

Vom Landratsamt Pirna, das stellvertretend für den Freistaat Sachsen das Projekt fortführt, wünsche er sich mehr Unterstützung in puncto Öffentlichkeitsarbeit, so Fiedler. Bevor Williams die infrage kommenden Gebiete besucht, sollte die Arbeitsgruppe noch einmal zusammenkommen und die Gebietskulisse konkretisieren. Als Nächstes müsse das Gebiet in Tschechien und Sachsen auf die nationalen Unesco-Vorschlagslisten gesetzt werden.

Auch eine neue Wanderung pro Weltnaturerbe kündigt Fiedler an. In diesem Jahr geht es am 13. September auf den Pfaffenstein. (SZ/ce)