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Unfall beschäftigt Verein

Beim Festumzug des Struppener Faschingsklubs wurde eine Zuschauerin verletzt. Hätte sich der Unfall verhindern lassen?

© Daniel Förster

Von Heike Wendt

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Der verunglückten Zuschauerin vom Festumzug des Faschingsklubs in Struppen geht es den Umständen entsprechend gut, weiß Sabine Schröder vom Faschingsverein. Sie hatte den Umzug organisiert und im Vorfeld bedacht, wie kritische Situationen vermieden werden können. „Der Festumzug war explizit versichert“, sagt Sabine Schröder. Insgesamt 45 Bilder mit rund 450 Beteiligten waren zu koordinieren. Anlass war das 40. Jubiläum des Struppener Faschings. Seit zehn Jahren hatte es in der Gemeinde keinen Festumzug mehr gegeben. Bei der Vorbereitung der Veranstaltung hatte sich der Verein für zwei bewährte Pferdekutschen-Gespanne entschieden. „Die Gottleubaer kannten wir von anderen Veranstaltungen“, sagt die Organisatorin. Die Tiere seien Trubel und Musik gewohnt, deshalb habe der Verein auch keine Bedenken gehabt.

Zudem hat der Faschingsverein bewusst auf die traditionellen Kutschen gesetzt. „Wir hätten auch ein Cabrio mieten können, aber das hätte einfach nicht so gut zu unserem Umzug gepasst“, sagt die Struppenerin. Auch mit den Pferdehaltern aus Naundorf hatte der Verein ein gutes Gefühl. Sie bieten mit ihren Ponys Rundfahrten im Ort an. Die Tiere sind den Umgang mit Menschen gewohnt. Dass es ausgerechnet beim Umzug zu einer kritischen Reaktion kommen würde, war nicht vorauszusehen. Die Musikkapellen waren extra in größerer Entfernung zu den Kutschen positioniert worden. Sie spielten an der Hohen Straße, während die Pferde im mittleren Bereich der Hauptstraße auf den Start des Umzuges warteten.

Kurz vor Beginn des Festumzugs hatte sich das Ponygespann einer Kutsche in Bewegung gesetzt, die Pferde scheuten und rannten in Richtung Zuschauer. Eine Besucherin geriet unter die Kutsche und musste vom Notarzt behandelt werden. Sie erlitt Prellungen am Bein. Der Beginn des Festumzuges verzögerte sich um eine Dreiviertelstunde. Vorwürfe gegen die Organisatoren oder die Pferdebesitzer erhebt die Verunglückte dem Vernehmen nach nicht.

Nach dem Unfall hatte der Verein umgehend reagiert. Im Festumzug befand sich eine Reiterin mit Pferd. „Wir haben sie gebeten, vorsichtshalber nicht zu reiten, sondern das Tier an der Leine zu führen, was sie auch tat“, sagt Sabine Schröder.

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