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Döbeln

Unfall mit Nachspiel

Ein Lkw-Fahrer hat auf der A 4 nicht aufgepasst und ist auf einen Schilderwagen gekracht. Nun hat er Angst um seinen Job.

©  dpa / Symbolbild

Von Helene Krause

Döbeln. Am 22. Oktober 2018 ereignete sich auf der Autobahn 4 ein schwerer Verkehrsunfall. Der 49-jährige Fahrer eines Lkw war in Richtung Dresden unterwegs. In Höhe Großweitzschen kam er von der Fahrbahn ab und kollidierte mit dem Schilderwagen des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv), der auf dem Seitenstreifen stand. 

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Der Fahrer des Lkws, an dem der Schilderwagen hing, erlitt bei dem Unfall Prellungen am ganzen Körper. Er war bis zum 30. November 2018 krankgeschrieben. Auch der Fahrer des Unfallfahrzeugs wurde verletzt.

Wegen des Vorfalls erhielt der Unfallfahrer einen Strafbefehl. Er sollte eine Geldbuße von 1 200 Euro (30 Tagessätze zu 40 Euro) zahlen und zwei Monate kein Kraftfahrzeug führen.

Dagegen ging er in Einspruch. Der Fall kam vors Amtsgericht Döbeln. Vorgeworfen wurde dem 49-Jährigen, der in Muldenstausee (Sachsen-Anhalt) wohnt, fahrlässige Körperverletzung.

Der Angeklagte gab an, dass er von der Sonne geblendet wurde. „Ich wollte das Rollo runterziehen“, schildert er. „Da krachte es schon.“ Der Unfall tut ihm leid. Gegen den Strafbefehl ging er nur wegen des Fahrverbots in Einspruch. „Ich verliere meinen Job, wenn ich so lange nicht Lkw fahren kann“, sagte er.

Richterin Karin Fahlberg verurteilte den Angeklagten wegen fahrlässiger Körperverletzung zu der im Strafbefehl genannten Geldstrafe und zu einem Monat Fahrverbot. „Der Unfall ist kein Augenblicksversagen“, sagte sie in der Urteilsbegründung. „Vier Wochen Fahrverbot können sie mit Urlaub und Überstunden überbrücken.“ Staatsanwalt Philip Heydenreich hatte auf das gleiche Strafmaß plädiert.

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