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Unfall: Passat-Fahrer stirbt

Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich gestern Vormittag um 8 Uhr auf der Bundesstraße 6 zwischen Scharfenberg und Gauernitz. Ein VW Passat war auf die linke Fahrbahn geraten und mit einem entgegenkommenden Lkw zusammen gestoßen.

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Von Jürgen Müller

Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich gestern Vormittag um 8 Uhr auf der Bundesstraße 6 zwischen Scharfenberg und Gauernitz. Ein VW Passat war auf die linke Fahrbahn geraten und mit einem entgegenkommenden Lkw zusammen gestoßen. Der 50-jährige Riesaer, der den Passat lenkte, wurde von der Feuerwehr aus dem Wrack geschnitten. Für ihn kam jede Hilfe zu spät. Er starb noch an der Unfallstelle. Der Fahrer des Lkw wurde leicht verletzt. Er erlitt einen Schock und wurde ins Krankenhaus gebracht.

„Die Unfallursache ist noch völlig unklar“, sagt Polizeiobermeiser Andreas Lippert vom Polizeirevier Meißen. Klar sei bisher nur, dass in den Unfall vier Fahrzeuge verwickelt waren. Ein Passat aus Riesa, ein Kleintransporter aus Coswig und ein Hyundai aus Nossen fuhren von Meißen in Richtung Dresden. Warum der Passat plötzlich auf die linke Fahrbahnseite, wo er mit dem Lkw zusammenstieß, geriet, ist ungeklärt. Offenbar wollte er aber nicht überholen. Das sagt auch der Fahrer des Hyundai, der wie der Kleintransporter in die Unfallstelle krachte.

„Er hat nicht geblinkt, zog plötzlich nach links. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er überholen wollte, denn der entgegenkommende Lkw war deutlich zu sehen“, so der Mann aus Nossen, der noch unter Schock steht. Sein Auto ist Schrott. „Ich habe Glück im Unglück gehabt, könnte tot sein“, sagt er. Der Airbag hat trotz des frontalen Aufpralls auf den vor ihm fahrenden Kleintransporter nicht ausgelöst, wundert er sich.

Hatte gerade den Sohn in die Kita geschafft

„Zum Glück habe ich den Luftsack nicht gebraucht“, ist der Nossener froh. Er hatte gerade seinen Sohn in den Kindergarten nach Meißen geschafft und wollte zur Arbeit nach Dresden fahren.

Die Gesellschaft für Unfallforschung hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Ob dem Fahrer schlecht wurde, er möglicherweise das Bewusstsein verlor, einen Herzinfarkt erlitt oder ob es gar ein Selbstmord war, darüber kann möglicherweise erst eine Obduktion Aufschluss geben. „Wenn es zur Aufklärung der Unfallursache notwendig ist, dann kommt auch dies in Betracht“, sagt Christian Avinarius von der Staatsanwaltschaft in Dresden. Ob das in diesem Fall so sein wird, konnte er gestern nicht sagen.

Die Bundesstraße war in diesem Bereich bis gegen 12.30 Uhr vollständig für den Verkehr gesperrt. In Richtung Dresden bildete sich ein Stau bis nach Niederwartha. Auch in der Gegenrichtung steckten etliche Lkw, die auf der B 6 nicht wenden konnten, einige Stunden fest.