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Ungewisse Zukunft für Flüchtlingsheim

Sozialbürgermeister Martin Seidel (parteilos) will das Gustavheim auf der Pillnitzer Landstraße ab Januar 2016 nicht weiter als Unterkunft für Asylbewerber anmieten. „Das Wohnheim hat seine besten Jahre gesehen.

Sozialbürgermeister Martin Seidel (parteilos) will das Gustavheim auf der Pillnitzer Landstraße ab Januar 2016 nicht weiter als Unterkunft für Asylbewerber anmieten. „Das Wohnheim hat seine besten Jahre gesehen. Der Bauzustand ist seitdem nicht besser geworden“, begründet Seidel seine Position. Der Mietvertrag laufe noch bis zum 31. Dezember 2015. „Für die Zeit danach suchen wir derzeit nach Alternativen. Ich kann mir im Moment nicht vorstellen, den Mietvertrag nochmals zu verlängern“, sagt Seidel. Welche Alternativen das sein sollen, ist unklar.

Die SZ konnte sich gestern ein Bild vom Heim machen. Im Gebäude, das vom Hochwasser 2013 stark beschädigt wurde, gibt es noch einige nicht nutzbare Räume. Dies sei verzögerten Handwerkerleistungen geschuldet, sagte Betreiber Robert Jaudes. Er beklagte außerdem, dass sich die Asylbewerber, vor allem alleinstehende Männer, zunehmend aggressiver zeigen würden. Dies äußere sich in Vandalismus im Haus. 90 bis 100 Fensterscheiben müsse er deshalb pro Jahr ersetzen. Derzeit leben rund 79 Asylbewerber im Gustavheim. Darunter sieben Familien mit 14 Kindern. Durchschnittlich verbringen die Flüchtlinge sieben Monate in einem Übergangsheim. Der längste Bewohner des Gustavheimes ist schon seit zweieinhalb Jahren da. (SZ/kh)

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