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Dresden

Corona: Uniklinik verdreifacht Testkapazität

Eine neue Zusammenarbeit mit einer Firma aus Dresden ist der Schlüssel dafür. Die Vorbereitung dauerte nur wenige Tage.

Der Technische Geschäftsführer Vinzenz Lange zeigt das gekühlte Probenlager des DKMS Life Science Lab. Jetzt wird die Technik seiner Firma auch für Corona-Tests genutzt.
Der Technische Geschäftsführer Vinzenz Lange zeigt das gekühlte Probenlager des DKMS Life Science Lab. Jetzt wird die Technik seiner Firma auch für Corona-Tests genutzt. ©  Archiv/René Meinig

Dresden. Die Uniklinik hat ihre Möglichkeiten für Corona-Tests deutlich ausgebaut. Das ist mit Hilfe eines Dresdner Unternehmens möglich, das eine Tochterfirma der DKMS ist, der früheren Deutschen Knochenmarkspenderdatei. Die Zusammenarbeit wurde vier Tage lang besprochen und getestet, nun läuft sie reibungslos.

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Und so funktioniert sie: Das Dresdner Unternehmen, das DKMS Life Science Lab im ehemaligen Landesbank-Gebäude an der St. Petersburger Straße hilft mit seiner Technik beim aufwendigsten Teil des Coronatests. Der Rachenabstrich wird weiter in der Ambulanz des Uniklinikums genommen. Voraussetzung: Der potenzielle Corona-Patient hat typische Symptome der Infektion und wurde von seinem Haus- oder Betriebsarzt zum Uniklinikum geschickt. Ist er tatsächlich mit Corona infiziert, enthält der Rachenabstrich das Erbgut des Virus. Dieses Erbgut muss dann isoliert werden. 

Dazu wird der Abstrich mit verschiedensten Lösungen "gewaschen", um alle potenziell störenden Substanzen zu entfernen, erklärt DKMS-Sprecherin Nina Louis. Bisher habe das im Labor der Technischen Universität Dresden mit Automaten stattgefunden, die bis zu 16 Proben pro Stunde bearbeiten können. Das sei völlig ausreichend gewesen für den normalen Bedarf, der vor der Corona-Krise bei bis zu 100 Proben täglich lag.

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Das übernimmt nun größtenteils das DKMS-Labor. Die notwendigen High-Tech-Geräte seien dort bereits vorhanden, sie werden normalerweise zur Isolierung von Erbmaterial für die Typisierung von Stammzellenspendern verwendet. "Wir haben hier eine technologische Ausstattung, mit der wir problemlos die RNA oder DNA von 6.000 Proben pro Tag isolieren können", sagt Vinzenz Lange, technischer Geschäftsführer des DKMS Life Science Lab. "Nun verwenden wir einen Teil unserer vorhandenen Kapazitäten für die Unterstützung des Kampfes gegen das Corona-Virus." 

Damit steigt die Testkapazität des Uniklinikums von bisher 300 Proben pro Tag auf bis zu 900. Die Verfügbarkeit von ausreichenden Testkapazitäten sei entscheidend, sagt Lange. "Je schneller die Betroffenen Gewissheit darüber haben, dass sie infiziert sind, desto schneller und konsequenter werden sie die Quarantäne einhalten und damit eine Ansteckung anderer Menschen vermeiden“, ist er überzeugt.

Die weiteren Schritte zum eigentlichen Nachweis des Virus im Erbgut erfolgen dann wieder im Labor der Technischen Universität Dresden.

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