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Universität putzt sich heraus

Die Sanierung des TU-Gebäudes wird in einem Jahr abgeschlossen. Die Studenten können sich schon jetzt auf eine Neuerung freuen.

Von Mareike Huisinga

Vorne pfui, hinten hui. Das trifft momentan auf das TU-Gebäude an der Pratzschwitzer Straße in Copitz zu. Während die Rückseite des großen Hauses schon fertig saniert ist, stehen an der Straßenseite schwere Gerüste. Die gesamte Front ist mit grünen Planen eingehüllt.

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So schick soll die Außenstelle der Technischen Universität Dresden in Pirna-Copitz in gut einem Jahr aussehen.  Visualisierung: SIB/LTHX Architekten
So schick soll die Außenstelle der Technischen Universität Dresden in Pirna-Copitz in gut einem Jahr aussehen. Visualisierung: SIB/LTHX Architekten

Die energetische Sanierung der Pirnaer Außenstelle der Technischen Universität Dresden wird fortgesetzt, teilt Ulf Nickol vom Sächsischen Immobilien- und Baumanagement (SIB) mit. Der Staatsbetrieb betreut die Baumaßnahme. Seit 1995 ist in dem Gebäude das Institut für Abfallwirtschaft und Altlasten untergebracht.

Momentan bekommt die Frontfassade eine neue Wärmedämmung, um sie später hell zu verputzen. Auch das Dach wird erneuert. Was nötig ist, denn an einigen Stellen hatte es schon reingeregnet, erklärt Nickol. Im Frühjahr soll das Gerüst abgebaut werden, anschließend erneuern Fachleute innen unter anderem die Elektroinstallationen. Die Räume erhalten moderne Internetanschlüsse, die eine schnelle Datenübertragung gewährleisten. So ist die Außenstelle künftig besser an das Mutterhaus in Dresden angeschlossen. Außerdem werden im Gebäude Brandschutzabschnitte gebildet.

Parallel zu diesen Arbeiten wird die Außenanlage des TU-Geländes verändert. „Wildes Parken gibt es dann nicht mehr“, berichtet Projektleiter Falk Wihsgott. Als Ersatz für den unbefestigten Parkplatz entstehen an der Rückseite des Büro- und Laborgebäudes 25 Stellflächen. Das übrige Gelände soll begrünt werden – und die Studenten dürfen sich schon mal auf eine „Vorlesung im Freien“ freuen.

Geplant ist, eine sogenannte Kommunikationsfläche anzulegen. „Bänke werden in U-Form aufgestellt, sodass der Unterricht auch draußen stattfinden kann“, erklärt Falk Wihsgott. Die hässlichen grauen Lagerschuppen aus der DDR-Zeit verschwinden, stattdessen wird ein zentrales Lagerhäuschen an der westlichen Stirnseite der Uni-Außenstelle gebaut. Die gesamte Maßnahme soll im Herbst 2015 abgeschlossen sein.

Stolze 2,5 Millionen Euro gibt der Freistaat Sachsen für die Sanierungsarbeiten aus. Die Investition lohne sich jedoch, betont Ulf Nickol. „Das Gebäude hat Potenzial, da es eine große Deckentragfähigkeit besitzt und hohe Räume, die sich perfekt für Labore eignen“, erklärt der Fachmann. Das Haus stammt aus den 1920er-Jahren und war nach Jahrzehnten der Vernachlässigung in einem sehr schlechten Zustand.

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Der erste Bauabschnitt wurde bereits 2010 in Angriff genommen. Damals wurden Fluchtbalkone und eine Feuerschutztreppe an der Rückseite des Gebäudes angebaut. Die Arbeitsbedingungen der Studenten verbesserten sich durch den Einbau einer Lüftungszentrale mit Wärmerückgewinnung erheblich. Ein Jahr später rissen Bagger den ungenutzten Fünfgeschosser im hinteren Teil des Geländes ab.