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Unnötiges Tierleid muss vermieden werden

SZ-Mitarbeiterin Constanze Junghanß schreibt über die Sorgen der Tierheime.

Von Constanze Junghanß
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© SZ-Montage

Für das Tierheim Bischdorf war das kein so idealer Start ins neue Jahr. Mit dem Schreiben der Landesdirektion Sachsen vom Vormonat und den darin knapp erläuterten geänderten Zuständigkeiten hinsichtlich von Fördermitteln fühlt sich die Einrichtung überrumpelt und auch vom Landkreis allein gelassen. Die Kommunikationswege mit Behörden gestalten sich wohl nicht ganz so einfach, wie erhofft. Das muss sich ändern, damit keine Zweifel auch bei solchen Einrichtungen wie dem Tierschutz aufkommen. Zwar gibt es künftig weiterhin Geld für die Kastration von herrenlosen Katzen. Damit haben die Bischdorfer jedes Jahr etwa 100 Mal zu tun. Die Tierschützer befürchten, dass die dafür benötigten Mittel nicht zeitpassend eingesetzt werden könnten und Populationen rasant wachsen. Wer nun denkt, es geht dabei nur um fremde Katzen, der irrt. In wildlebenden Katzenpopulationen, die weder durchgeimpft noch kastriert sind, können schnell Krankheiten grassieren, die im schlimmsten Fall auf andere freilaufende Samtpfoten übertragen werden könnten. Leukose, Katzenseuche und Katzenschnupfen gehören dazu. Nicht zu vergessen die Folgeschäden durch Inzucht wie Wasserkopf und andere schwere Behinderungen, die unnötiges Tierleid verursachen, wenn sich solche Gruppen ohne Kastration ungehemmt vermehren. 

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