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Unteilbar: Was Sie heute wissen müssen

Wegen 25.000 erwarteten Menschen wird es eng in der Innenstadt. So kommen sie doch durch - oder, wenn Sie wollen, mittenrein.

Ein Bild der Unteilbar-Demo aus Berlin. Dort soll im Oktober 2018 eine Viertelmillion Menschen für Solidarität auf die Straße gegangen sein
Ein Bild der Unteilbar-Demo aus Berlin. Dort soll im Oktober 2018 eine Viertelmillion Menschen für Solidarität auf die Straße gegangen sein © dpa

Wann muss ich wo sein, um bei #unteilbar mitlaufen zu können, und wann sollte ich wo auf gar keinen Fall sein, um nicht stundenlang im Stau zu stehen? Wann treten die "Omas gegen Rechts" auf und was soll das Ganze überhaupt? Zur Großdemo am Sonnabend beantworten wir noch einmal die wichtigsten Fragen für Sie im Überblick:  

Wann geht es los und wo führt die Route entlang?

Der Verlauf der Demoroute am 24. August
Der Verlauf der Demoroute am 24. August ©  SZ-Grafik

Ab 12 Uhr versammeln sich die Teilnehmer auf dem Altmarkt. Um 13 Uhr ist der offzielle Start geplant. Dort redet unter anderen Sachsens DGB-Chef Markus Schlimbach. Danach soll die Demo sich in Bewegung setzen und rund zweieinhalb Stunden durch die Stadt ziehen. Die Route führt vom Altmarkt über die Wilsdruffer Straße zum Pirnaischen Platz, über die St. Petersburger Straße, den Rathenauplatz, die Carolabrücke, Wigardstraße, Rosa-Luxemburg-Platz, über die Albertbrücke zum Sachsenplatz, die Sachsenallee, Güntzplatz, Güntzstraße, über den Straßburger Platz, die Grunaer Straße, Blüherstraße bis zur Cockerwiese.

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Gegen 16.30 Uhr startet die Abschlusskundgebung zunächst mit Musik der „Banda Internationale“. Nach weiteren Redebeiträgen spielen Silbermond, Enno Bunger, Max Herre und einige mehr. Die Veranstaltung ist bis 22 Uhr angemeldet, wird aber voraussichtlich nicht so lange dauern.

Wann und wo wird es zu Sperrungen kommen, fahren die Bahnen?

Die Fahrbahn an der Westseite des Altmarktes ist von 7 bis 15 Uhr gesperrt, die Wilsdruffer Straße in Richtung Postplatz von 12 bis 15 Uhr. Zwischen 14 Uhr 18 Uhr wird es temporäre Sperrungen entlang der Demo-Route geben. Im Bereich Blüherstraße/Cockerwiese wird den ganzen Tag viel Verkehr erwartet, es stehen auch nur bedingt Parkplätze zur Verfügung.

Zwischen 13.30 und 19 Uhr rechnen die Verkehrsbetriebe mit Einschränkungen. Alle Straßenbahnlinien in der Innenstadt und der Bus 62 werden temporär umgeleitet. Fahrgäste können sich via Twitter oder DVB-Handy-App informieren. Die DVB-Hotline ist unter 8571011 erreichbar. An zentralen Stationen stehen zehn Info-Teams bereit.

Wie ist der Ablauf und das Programm?

Ab 12 Uhr sollen noch vor dem offiziellen Auftakt verschiedene Künstler und Künstlerinnen sowie DJs ein Kultur- und Musik-Programm bieten.

Um 13 Uhr ist dann der offizielle Beginn der Auftaktveranstaltung. Nach der Eröffnung gibt es verschiedene Redebeiträge, u.a. von Aufstehen gegen Rassismus, den Omas gegen Rechts, #wirstreiken und dem DGB.

Ab 14 Uhr wird die Einreihung in die verschiedenen Themenfelder und Blöcke stattfinden. Dazu gehen die Demonstranten vom Altmarkt auf die Wilsdruffer Straße. Dort wird der Demonstrationszug dann auch starten. Die Demoroute ist etwa 4,6 km lang, die Demonstranten sollen laut Veranstaltern etwa zweieinhalb Stunden unterwegs sein. 

Die Abschlusskundgebung soll um kurz nach 16.30 Uhr mit Musik der „Banda Internationale“ auf der Cockerwiese beginnen. Danach wird sie offiziell eröffnet. Es gibt u.a. Redebeiträge von Schriftstellerin Carolin Emcke und Claus-Peter Reisch, einem Skipper des Rettungsschiffes Lifeline. Musik machen Max Herre, Enno Bunger, Ansa Sauermann und einige mehr.

Die Versammlung ist offiziell bis 22 Uhr angemeldet. Die Veranstalter gehen davon aus, dass das Programm wahrscheinlich schon vorher beendet sein wird, "so dass Ihr die Möglichkeit habt, noch gemütlich auf der Cockerwiese zu verweilen und mit uns gemeinsam den Abend ausklingen zu lassen". 

Wird es friedlich? Wie schätzt die Polizei die Lage ein?

„Wir werden die Sicherheit gewährleisten“, sagt Polizeisprecher Martin Gebhardt. Für die Polizei wird es ein größerer Einsatz, aufgrund der erwarteten Teilnehmer. „Wir rechnen aber mit einem friedlichen Verlauf.“ Eine Falschinformation der AfD, wonach die Polizei intern mit Ausschreitungen rechne, dementierte diese auf Twitter. Mit Einschränkungen im Verkehr sei zu rechnen. „Aber diese gibt es auch, wenn montags Pegida mit 1.000 bis 2.000 Leuten durch die Stadt zieht“, so Gebhardt.

Wer ruft überhaupt zur Demonstration durch Dresden auf?

Am 13. Oktober 2018 fand in Berlin die erste Demo statt, die die Initiative „unteilbar“ organisiert hat. Den Aufruf hatten mehr als 4.500 Organisationen und Einzelpersonen unterzeichnet, darunter Prominente wie Schauspieler Benno Führmann, Satiriker Jan Böhmermann, Schriftstellerin Eva Menasse, Sozialwissenschaftlerin Naika Foroutan, der Paritätische Wohlfahrtsverband, Amnesty International, Pro Asyl und Bands wie Die Ärzte. Nach Dresden mobilisieren unter anderem Pfarrer der Evangelischen Landeskirche, der Leipziger Peterskirche, Professorinnen und Professoren der Technischen Universität, der Hochschule für bildende Künste, der Evangelischen Hochschule, Kultureinrichtungen wie Vertreter des Staatsschauspiels, Prinzen-Sänger Sebastian Krumbiegel und viele mehr.

Ist die Demo von außen organisiert? Wie viel Dresden/Sachsen steckt darin?

Viel. Rund 150 Initiativen aus Dresden und Sachsen sind Erstunterzeichner des Aufrufs. Dabei sind beispielsweise die Aids-Hilfe Dresden, Dresden für Alle, Herz statt Hetze, Kein Viertel für Ausgrenzung Löbtau, Willkommen in Johannstadt, der Studentenrat der Uni Dresden und viele mehr. Um die Gesamtkoordination kümmert sich der Sächsische Flüchtlingsrat.

Weshalb werden die Menschen aufgefordert, auf die Straße zu gehen?

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Die Initiatoren berufen sich auf die friedliche Revolution. „Für ein offenes Land mit freien Menschen“ – unter diesem Banner gingen ’89 Menschen in Sachsen auf die Straße. Die Botschaft hat nicht an Relevanz verloren und soll in diesem Sommer auf die Straßen zurückkehren“, so der Aufruf. „Gemeinsam stellen wir uns gegen Diskriminierung, Verarmung, Rassismus, Sexismus, Entrechtung und Nationalismus! Wir lassen nicht zu, dass Sozialstaat, Flucht und Migration gegeneinander ausgespielt werden, und ergreifen die Initiative.“

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