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Unter Druck wegen Gartenschau

Bischofswerda. Der Unternehmerclub Oberlausitz fordert die Stadt Bischofswerda auf, sich um die Ausrichtung der Landesgartenschau 2019 zu bewerben. „Wer diese, vielleicht letzte, Chance für die Entwicklung...

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Bischofswerda. Der Unternehmerclub Oberlausitz fordert die Stadt Bischofswerda auf, sich um die Ausrichtung der Landesgartenschau 2019 zu bewerben. „Wer diese, vielleicht letzte, Chance für die Entwicklung von Bischofswerda nicht ergreift, sollte seine Daseinsberechtigung in seiner verantwortungsvollen Funktion überprüfen“, sagte Vorsitzender Bernhard Plewnia. Ein Appell, der sich an die Stadträte richtet, die mehrheitlich für die Bewerbung stimmen müssen, damit sie auf den Weg geht. Die Abstimmung ist für den 24. März geplant. Ein Appell, der auch an Oberbürgermeister Andreas Erler (CDU) gerichtet ist. Die Vorbereitung der Landesgartenschau müsse Chefsache sein, man erwarte deshalb „persönliches und vor allem professionelles Handeln des Oberbürgermeisters“, so Plewnia. Es gebe genug Beispiele, wo in der Vergangenheit „zu lax“ agiert worden sei. „Kein weiterer Dilettantismus“, fordert der Unternehmerclub. Mit Sorge habe man zur Kenntnis genommen, dass das Gartenschau-Logo über einen Wettbewerb unter anderem an Schulen organisiert wird, zu dem der OB im Mitteilungsblatt aufgerufen hat. Die Werbebranche sei brüskiert.“

Mit der Ausrichtung der Landesgartenschau gehe Bischofswerda Risiken ein, räumt der Unternehmerclub ein. „Aber“, so Plewnia, „die Chancen überwiegen deutlich“. Man habe zahlreiche Gespräche mit Fachleuten im Land geführt und orientiere sich an den Erfolgen der Ausrichter Reichenbach und Löbau. Plewnia: „Mit der Gartenschau könnten rund 300 Jobs entstehen. Viele temporär, aber auch feste.“ (SZ)