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Unterschrift auf der Linse

Anna-Lena Friedsam überrascht in Melbourne und steht im Achtelfinale der Australian Open.

© dpa

Bei ihrer ersten Pflichtaufgabe als Überraschungssiegerin bekam Anna-Lena Friedsam gleich die nächste Gänsehaut. Nachdem die Weltranglisten-82. in Melbourne erstmals in ihrer Karriere ins Achtelfinale eines Grand-Slam-Turniers eingezogen war, reichte ihr ein Offizieller noch auf dem Court einen Filzstift.

„Ich musste auf der Linse der TV-Kamera unterschreiben. Das fand ich schon cool, weil ich so etwas vorher noch nie gemacht hatte“, erzählte Friedsam nach dem 0:6, 6:4, 6:4 bei den Australian Open gegen Flushing-Meadows-Finalistin Roberta Vinci aus Italien. Zuvor hatte die 21-jährige Friedsam vor 10 000 Zuschauern in der Hisense Arena einige nervenaufreibende Momente erlebt. Ihren ersten Matchball schien sie schon verwandelt zu haben, als Vinci nach einem eigenen Fehler doch noch einmal das Hawkeye bemühte.

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Die Powerspielerin aus dem 300-Seelen-Dorf Oberdürenbach, die am Sonntag auf Agnieszka Radwanska (Polen) trifft, durfte sich über den Vorstoß in unbekannte Grand-Slam-Welten freuen. Da es am Sonnabend in der dritten Runde zum Duell zwischen Annika Beck (Bonn) und Laura Siegemund (Metzingen) kommt, stehen in Melbourne mindestens zwei Deutsche im Achtelfinale. Zudem hat auch Angelique Kerber (Kiel) noch die Chance auf den Sprung in die Runde der letzten 16. (sid)