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Unterschriften gegen Schlaglochpiste

Seit Jahrzehnten ärgern sich die Berthelsdorfer, dass ihre Dorfstraße nicht durchgehend saniert wird. Jetzt gehen Anwohner in die Offensive.

Dieses Bild aus dem Jahr 2016 zeigt es symptomatisch: Die Kreisstraße durch Berthelsdorf säumen rot-weiße Absperrungen fast überall im Ort.
Dieses Bild aus dem Jahr 2016 zeigt es symptomatisch: Die Kreisstraße durch Berthelsdorf säumen rot-weiße Absperrungen fast überall im Ort. © Steffen Gerhardt

Die rot-weißen Baken und Absperrungen, die Schlaglöcher, unebenen Pflastersteine und die bröselnden Straßenränder will Jürgen Tzschupke nicht mehr hinnehmen. Deshalb ruft der Berthelsdorfer seine Mitbürger zu einer Unterschriftenaktion auf. Noch sei es keine Petition und auch kein Bürgerbegehren, das er anstrebt. "Wir wollen erst einmal sehen, wie die Stimmung ist und wie viele überhaupt mitziehen", sagt Tzschupke.

Die Liste zum Unterschreiben liegt in der Alten Schule in Berthelsdorf aus. Zu den Sprechzeiten, immer dienstags und freitags, könne man sich dort eintragen, wirbt der Initiator. Etwa drei Wochen wolle man auf diese Weise Zustimmung sammeln und diese dann anschließend dem Landkreis übergeben - mit der Forderung, endlich die vielen Probleme an der Kreisstraße anzupacken.

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Dass der Kreis dies längst gern tun würde, war in der letzten Sitzung des alten Stadtrates vor der Sommerpause deutlich geworden: Kreisbauamtsleiter Dieter Peschel hatte damals erklärt, wie sich die Probleme bei der Straßenbauförderung beim Freistaat auf Herrnhut auswirkten. Dabei stellte Peschel auch eine Analyse der Kreisstraße, die auch im weiteren Verlauf in Rennersdorf an vielen Stellen stark sanierungsbedürftig ist. Der Landkreis hat dabei bereits auch eine Rangliste der Abschnitte nach Dringlichkeit angefertigt, Hoffnung auf rasche Sanierung konnte Peschel dem Stadtrat und Bürgermeister Willem Riecke (Herrnhuter Liste) aber nicht machen.

Jürgen Tzschupke will dennoch nicht ewig auf die Straßensanierung warten: "Das ist gefährlich, nicht nur für Autofahrer, sondern auch für Fußgänger", argumentiert er. Entlang der Straße gibt es keinen durchgehenden Fußweg und durch die Einengungen wird die Straße noch enger. Zudem seien in letzter Zeit auch Anwohner gestürzt, erzählt der Initiator der Unterschriftenaktion. "Ja, jetzt haben sie wieder einige Stellen geflickt", bestätigt er. Eine dauerhafte Lösung sei das aber eben nicht.

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