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Unterschriften für einen Fußweg

Die Anwohner an der S 36 in Massanei fürchten um ihre Sicherheit. Bisher blieben ihre Forderungen ungehört.

Von Frank Korn

Die Einwohner des Waldheimer Ortsteils Massanei sind in Sorge. Besonders die Familien, deren Häuser direkt an der Staatsstraße 36 stehen. Vor reichlich drei Jahren wurde die Straße neu gebaut, ein Fußweg war aber nicht vorgesehen. Auch eine Geschwindigkeitsbegrenzung wurde nicht eingeführt. Ein Zustand, der den Anwohnern nicht gefällt. „Ich habe Angst um meine Kinder, wenn die an der Straße entlang laufen“, sagte Ralf Ullrich, einer der Anwohner.

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Ullrich und die anderen Anwesenden bei der Einwohnerversammlung am Dienstagabend wandten sich an Waldheims Bürgermeister Steffen Blech (CDU), mit der Bitte, sich für einen Fußweg oder zumindest eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Stundenkilometer einzusetzen. Doch Blech hob die Hände. „Mit einer solchen Forderung seitens der Stadtverwaltung haben wir keine Chance.“ Michael Wittig, Leiter des Fachbereichs Ordnung und Bauverwaltung, bekräftigte die Worte des Bürgermeisters.

Für die Bewohner des Ortsteils Massanei ist das eine äußerst unbefriedigende Antwort. Sie wollen deshalb nun selbst um den Bau eines Fußweges kämpfen. Ralf Ullrich regte eine Unterschriftensammlung an, die dann an die entsprechenden Stellen bei der sächsischen Landesregierung weitergeleitet werden soll. Mit diesem Vorschlag stieß er auf große Zustimmung. „Ein Fußweg wäre für die Sicherheit der Kinder und auch der Erwachsenen wichtig“, sagte Ullrichs Partnerin Michaela Nüßner dem Döbelner Anzeiger.

Die Situation an der Staatsstraße war nicht das einzige Thema. Bürgermeister Steffen Blech mahnte das Thema Kleinkläranlagen an. „Bis 31. Dezember 2015 müssen alle Anlagen vollbiologisch aufgerüstet sein. Daran führt kein Weg vorbei“, sagte Blech. Das würde die EU-Wasserrahmenrichtlinie vorschreiben. Für den Ortsteil Massanei muss die dezentrale Entsorgung erhalten bleiben. Ein Anschluss an das zentrale Abwassernetz, wie zuletzt in Schönberg, sei nicht möglich. Die Anwohner machten auf einige Schwierigkeiten aufmerksam, die aber möglicherweise mit Terminen vor Ort geklärt werden können. „Manche Probleme müssen aber auch die Bewohner unter sich lösen“, so der Bürgermeister.