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Dresden

Untersuchungen nach Alarm im Pflegeheim

Am Sonntag hatten Bewohner der Unterkunft plötzlich massive Beschwerden. Einen möglichen Auslöser können Experten nun ausschließen.   

Ein Großaufgebot war am Sonntag in Striesen im Einsatz.
Ein Großaufgebot war am Sonntag in Striesen im Einsatz. © René Meinig

Erleichterung im Seniorenheim „Haus Striesen“ an der Schlüterstraße. Dort hatten an diesem Sonntag einige Bewohner für Aufregung gesorgt, weil sie plötzlich unter heftigem Durchfall und Erbrechen litten. 

Gegen Mittag mussten Rettungskräfte zwei Senioren ins Krankenhaus einliefern – es bestand der Verdacht, dass sie sich mit dem Norovirus angesteckt haben. Nun gibt Heimleiterin Claudia Tietze Entwarnung. „Es sind alle Bewohner wieder im Haus zurück, allen geht es gut.“ Eine Infektion mit dem hochansteckenden Virus können zudem ausgeschlossen werden. Was die Symptome letztlich wirklich auslöste, das werde derzeit noch untersucht.

Insgesamt zwölf Senioren hatten am Sonntag über Beschwerden geklagt, darunter auch Pflegekräfte. gegen 13.30 Uhr setzte die Heimleitung dann einen Notruf bei der Berufsfeuerwehr ab, 60 Einsatzkräfte und drei Notärzte waren kurze Zeit später vor Ort und versorgten die erkrankten Bewohner und Pfleger. Vorsorglich wurden auch die umliegenden Straßen gesperrt – zum einen, um ruhig arbeiten zu können, zum anderen, um die Anwohner vor einer Ansteckung zu schützen.

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Seit Sonntag klagen Mitarbeiter und Patienten über Erbrechen und Durchfall. Einsatzkräfte hatten die Straßen rund um das Heim abgesperrt.

Auch das Gebäude selbst wurde unter Quarantäne gestellt, allerdings nur für zwei Stunden, berichtet Claudia Tietze. Den letzten größeren Ausbruch von Noroviren gab es 2012. Damals waren 20 Schulen und Kitas und damit rund 450 Kinder betroffen. Doch auch in den letzten Jahren wurden jeweils mehrere Hundert Fälle an das Gesundheitsamt gemeldet: 2018 waren es 553, 2019 sind es bislang 288.  

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