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Untersuchungen zum Oschatzer Segelflugunfall können Monate dauern

Oschatz. Bei einem Unfall auf dem Segelflugplatz in Oschatz ist am Sonntagnachmittag ein 66 Jahre alter Pilot schwer verletzt worden. Er wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen....

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Oschatz. Bei einem Unfall auf dem Segelflugplatz in Oschatz ist am Sonntagnachmittag ein 66 Jahre alter Pilot schwer verletzt worden. Er wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen. Gestern war der kleine Flugplatz offiziell nicht mehr gesperrt, heißt es vom Fliegerclub Oschatz als Betreiber. Die Suche nach der Ursache für das tragische Unglück wird die Behörden allerdings noch Monate beschäftigen.

Klar ist bisher nur, dass der 66-jährige Pilot gegen 14.20 Uhr mit seinem Segelflugzeug mittels einer Seilwinde in den Himmel starten will. Doch dabei berührt die rechte Tragfläche den Boden, der Oldtimer vom Typ L-Spatz gerät ins Schwanken. Das Seil wird allerdings nicht entkoppelt und zieht den Flieger weiter in die Höhe. Nach einigen Metern dreht sich der Segelflieger und stürzt mit der Spitze voran auf die Erde. Das Flugzeug wird dabei völlig zerstört, der Pilot kann jedoch von Rettungskräften aus dem Wrack gerettet werden. Sein aktueller Zustand ist derzeit unbekannt. Auch wie es überhaupt zu dem Unglück kommen konnte, ist noch unklar. Die Kriminalpolizei und die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) haben die Ermittlungen aufgenommen. Die Polizeidirektion Leipzig hat schon gestern ihre Untersuchungsergebnisse veröffentlicht und ein strafrechtliches Verhalten der Beteiligten ausgeschlossen. Deshalb sei nun allein die BFU für die weiteren Ermittlungen verantwortlich, so eine Polizeisprecherin. Von der BFU wurden unter anderem das Wrack und die Winde begutachtet, der Unglücksort vermessen, der Zustand des Flugplatzes eingeschätzt und auch Zeugen befragt. Der Pilot habe allerdings noch nicht befragt werden können. Man hoffe, dass er später wichtige Informationen für die Rekonstruktion des Unfalls liefern könne. Wann die Unfallursache abschließend feststehe, sei deshalb auch nicht genau zu sagen. „Es wird noch Monate dauern“, sagt Jens Friedemann von der BFU. (SZ)