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Großenhain

Unverwüstliche Großenhainer Stammbader

Auf die Eröffnung des Naturerlebnisbades müssen sie zwar noch warten. Aber dafür haben sie Verständnis.

Ein knappes Dutzend der Großenhainer Stammbader traf sich am Freitag traditionell zum Anbaden, auch wenn es diesmal ein "Trockentraining" war.
Ein knappes Dutzend der Großenhainer Stammbader traf sich am Freitag traditionell zum Anbaden, auch wenn es diesmal ein "Trockentraining" war. © Kristin Richter

Großenhain. 15. Mai. Das ist in der Röderstadt traditionell der Tag des Anbadens im Naturerlebnisbad. Vergangenes Jahr war es ein Highlight, als bei der Wiedereröffnung nach dem Umbau viele Neugierige trotz empfindlicher Kühle und 13 Grad Wassertemperatur kamen. Natürlich waren auch die Stammbader dabei.

Die haben sich auch an diesem 15. Mai getroffen - und standen am Freitag vor verschlossenem Tor. Ein knappes Dutzend des etwa 40-köpfigen Stammes breiteten pünktlich 10 Uhr trotzdem ihre Utensilien aus. Nur Badehose, -mantel und -handtücher brauchten sie diesmal nicht. Denn wegen Covid-19 ist das Anbaden 2020 auf unbestimmte Zeit vertagt. 

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Dafür haben die Unverwüstlichen bei ihrem "Spaziergang" mit Underberg und einem Bier jedoch Verständnis. Der Likör ist im Lauf der Zeit zu einer Art Markenzeichen geworden, erzählt Urgestein Uwe Hanneck. "Der hat genug Prozente, um sich bei kaltem Wasser von innen zu erwärmen", fügt er schmunzelnd hinzu. 481 Kappen der kleinen Fläschchen kamen zusammen, um beispielsweise einen Tischläufer von Underberg zu erhalten. Der wird nun jeweils ausgebreitet, wenn sich die Truppe zum Vergnügen trifft. Das ist in der Regel täglich so gegen halb elf vormittags. Dann ziehen die Frauen und Männer - alle jenseits der 60 - ihre Bahnen. 

Dieses Jahr müssen sie sich noch ein wenig gedulden. Erklärtes Ziel der Stadtverwaltung ist eine Badöffnung ab 1. Juni. Ein entsprechendes Hygienekonzept ist erarbeitet, in den nächsten Tagen muss sich das Gesundheitsamt des Landkreises dazu äußern. Dabei dürfte vor allem eine Rolle spielen, wie die Abstandsregeln eingehalten werden und die sanitären Anlagen - vor allem die Duschen - genutzt werden können. Absehbar ist, dass die Rutsche sowie der Sprungfelsen vorerst gesperrt werden. Im Gespräch ist, die maximale Besucherzahl zu begrenzen. Zudem müssen Regularien für die Nutzung der Sport- und Freizeitanlagen sowie die Gestaltung der Gastronomie gefunden werden. 

Die Stammbader haben ihren Optimismus auf keinen Fall verloren. Und angesichts von 15 Grad Wassertemperatur am Freitag gilt auch in dieser Hinsicht: Es kann nur besser werden.

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