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Unverwüstliche Rennpappe

Der Trabi ist als Kulturgut wieder absolut salonfähig, findet SZ-Redakteur Steffen Gerhardt in seinem Kommentar.

© SZ-Montage

Die Rennpappe lebt, stinkt und macht Lärm. Das war mit dem Start der Produktion 1957 so und blieb bis zu dem am 30. April 1991 letzten gefertigten Trabant. Der hatte zwar einen VW-Viertakter für weniger Gestank implantiert bekommen, aber es blieb ein Trabant, trotz 1.1 am Heck. Über drei Millionen Fahrzeuge, vom P 50 bis zum 1.1er, verließen in 34 Jahren das Zwickauer Werk. Heute sind in der Bundesrepublik noch über 36 000 Trabis zugelassen – und es geht wieder aufwärts mit den Rennpappen.

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Da fragt man sich, wo die Zweitakter auf einmal alle herkommen. Aber das Zauberwort, oder besser der Zauberbuchstabe ist ein großes „H“ rechts auf dem Nummernschild. Der gute alte Trabi hat nicht nur Kultstatus, sondern ist inzwischen ein echter Oldtimer. Denn wessen Trabi vor mindestens 30 Jahren erstmals zugelassen wurden und weitestgehend in Originalzustand oder fachmännisch restauriert ist, kann ihn als Oldtimer fahren. Das bringt steuerliche Vorteile in Form eine Pauschale von jährlich 191,73 Euro. Aber nicht nur das. Ein Oldie mit einem „H“ muss sich an keine Umweltzonen halten. Der Gesetzgeber hat 2007 dafür gesorgt. Auch das macht den Trabi wieder salonfähig – als automobiles Kulturgut.

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