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Unwetter macht um Region einen Bogen

Natur. Starken Regen, aber keine gravierenden Schäden melden dieGemeinden nach denNiederschlägen undGewittern.

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Von Jürgen Müller

Die Unwetter am Sonnabend haben um die Region Meißen offenbar einen Bogen gemacht. Während im Raum Döbeln und in der Landeshauptstadt Bäume entwurzelt und Autos beschädigt wurden, hielten sich die Schäden hier zu Lande in Grenzen. „Wir hatten Niederschlag von 25 Litern pro Quadratmeter. Die Feuerwehr musste ausrücken, um einen umgestürzten Baum in Zöthain von der Fahrbahn zu räumen“, sagt der Lommatzscher Amtsverweser Christian Heinicke (CDU). Auch im benachbarten Käbschütztal sind keine Schäden bekannt, war aus der Gemeindeverwaltung zu erfahren. An verschiedenen Stellen in der Lommatzscher Pflege kam es wegen der ungewöhnlich hohen Niederschläge zur Bodenerosion, so zum Beispiel in der Nähe von Görna, wo Lößboden von den Feldern in Gärten floss. Zu schwerwiegenden Behinderungen kam es jedoch nicht. Behindert wurde der Fahrzeugverkehr vor allem auf der Autobahn zwischen Döbeln und Nossen. Dort herrschte erhöhte Aquaplaninggefahr. Unfälle ereigneten sich nicht, weil die Kraftfahrer ihre Fahrweise den Witterungsbedingungen anpassten, so die Polizei. Auch die Stadt Nossen selbst blieb von Unwetterschäden verschont. In Coswig hingegen musste die Feuerwehr mehrere Keller auspumpen. Mit über 35 Liter Regen pro Quadratmetern fiel dort der meiste Niederschlag in ganz Sachsen.

Viermal musste die Feuerwehr in der Stadt Meißen ausrücken. „Wir wurden gerufen, um Keller auszupumpen, in den meisten Fällen hatte das sich schon bei unserem Eintreffen erledigt, weil das Wasser bereits versickert war“, so Jens Ruppert von der Feuerwehr. Keine Schäden meldeten gestern auch die Gemeinden Niederau und Diera-Zehren.