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Urlaubsregion erleichtert über Ersatzbusse

Nach dem ersten Schock über den Totalausfall der Bahn im Müglitztal rollt’s erst mal wieder. Aber Sorgen bleiben.

© Symbolfoto: S. Schulz

Die Tourismusbranche in der Urlaubsregion Altenberg hatte die Nachricht kalt erwischt: Die Städtebahn Sachsen hatte in der Nacht zum Donnerstag den Verkehr auf der Müglitztalbahn urplötzlich eingestellt.

 „Wir waren früh kopflos“, berichtet Tourismus-Chefin Ute Marschner. „Wir haben davon ja auch bloß aus dem Radio erfahren.“ Und dann standen schon die ersten Gäste in der Tür, die nicht mehr weiter kamen.

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Zwar hat Altenberg zum Glück auch eine relativ gute Anbindung an das Busliniennetz. Aber gerade der beliebte Wildpark bei Geising im Müglitztal ist davon abgehängt und unbedingt auf den Zugverkehr angewiesen. Wildpark-Chef Frank Gössel, der am Donnerstagmittag aus dem Urlaub kam und auf dem Dresdner Hauptbahnhof von der Entscheidung erfuhr, konnte es gar nicht fassen. Er fand nur wenige Worte dafür: „Das ist eine Schweinerei, ausgerechnet in den Ferien.“

Im Hintergrund arbeitete die landkreiseigene Verkehrsgesellschaft, die Regionalverkehr Sächsische Schweiz-Osterzgebirge GmbH, gemeinsam mit dem Verkehrsverbund Oberelbe mit Hochdruck daran, einen Ersatzverkehr zu organisieren. Das hat geklappt. Schon am Donnerstagvormittag rollten die ersten Zusatzbusse von und nach Altenberg. „Es gibt jetzt einen wunderbaren Schienenersatzverkehr“, sagt Ute Marschner erleichtert.

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Der Ersatzfahrplan steht erst einmal bis Montag. In der Woche fahren die Busse wie bislang die Städtebahn im Stundenrhythmus, am Wochenende alle zwei Stunden. Am Sonnabend und Sonntag gibt es allerdings keinen Ersatz für den Wanderexpress von Dresden nach Altenberg. „Ich bedanke mich bei Landrat Michael Geisler, dass in der Ferienzeit relativ schnell Ersatz organisiert wurde. Das ist für unsere Region ganz wichtig.“ Allerdings bleiben auch Sorgen. Denn ein Bus, so Lauensteins Ortsvorsteher Siegfried Rinke, sei nun mal kein Ersatz für die Bahn.


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