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USA wollen Waffen an Ukraine liefern

Die USA erwägen nach einem Bericht der New York Times Waffenlieferungen nun doch an die Ukraine.

Washington. Die USA erwägen nach einem Bericht der New York Times Waffenlieferungen nun doch an die Ukraine. Ranghohe Vertreter aus US-Militär und Regierung, darunter auch Nato-Oberbefehlshaber General Philip M. Breedlove, zeigten sich hierfür offen, berichtete die Zeitung. Ein unabhängiger Bericht, der der Regierung in Washington vorgelegt werden sollte, empfehle, der Ukraine bei ihrem Kampf gegen prorussische Separatisten im Osten des Landes Defensivwaffen und Ausrüstung im Wert von drei Milliarden Dollar (2,65 Milliarden Euro) zur Verfügung zu stellen. Im Gespräch seien dabei Panzerabwehrraketen, Aufklärungsdrohnen und Humvee-Jeeps.

Erarbeitet hätten den Bericht acht frühere ranghohe US-Regierungsmitarbeiter und Militärs. Außenminister John Kerry, der am Donnerstag nach Kiew reisen will, sei ebenso wie Generalstabschef Martin Dempsey offen für eine Diskussion über Waffenlieferungen.

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Die Wirtschaftssanktionen gegen Russland hätten Moskau nicht von Waffenlieferungen sowie der Entsendung militärischen Personals in die Ostukraine abbringen können. Bislang habe US-Präsident Barack Obamas Sicherheitsberaterin Susan Rice Vorschläge für Waffenlieferungen abgelehnt, schreibt die New York Times. Mittlerweile sei sie aber bereit, ihre Haltung zu überdenken, berichtete das Blatt weiter. Eine Entscheidung des Präsidenten stehe allerdings noch aus.

Die Bundesregierung hat bislang keine Erkenntnisse über derartige angebliche Erwägungen der USA, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Christiane Wirtz gestern in Berlin. Auch die deutsche Haltung habe sich nicht geändert: Es werde keine Waffenlieferungen in die Ukraine geben. Der Grünen-Politiker Jürgen Trittin hat Waffenlieferungen an die Ukraine als „brandgefährlich“ kritisiert. (dpa)