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Varnsdorfs Skandal-Blitzer sind weg

Die Geräte haben mehrere Millionen Euro eingespielt. Nun laufen Ermittlungsverfahren. Damit sind die Kontrollen aber nicht vorbei.

Der Blitzer in Studanka, einem Ortsteil von Varnsdorf, ist weg.
Der Blitzer in Studanka, einem Ortsteil von Varnsdorf, ist weg. © Matthias Weber

Die Geräte zur Messung der Geschwindigkeit auf den Straßen von Varnsdorf (Warnsdorf) sind abmontiert. Die Stadt hatte sie von einer Firma gemietet und mit WST eine weitere mit den Messungen beauftragt. Der Vertrag mit den Firmen war nun ausgelaufen und von der Stadt nicht mehr verlängert worden - wohl auch wegen der laufenden Ermittlungen im Zusammenhang mit den Blitzern, die aber nach wie vor noch laufen.

Das Blitzer-Konstrukt kritisierte in den vergangenen Monaten sowohl die Opposition in der Stadt, als auch das tschechische Innenministerium, da daran primär WST verdiene. Die Stadt hatte mit WST eine anteilige Zahlung je Verstoß vereinbart. Die Blitzer standen vor allem an der Fernstraße 9 in der zu Varnsdorf gehörigen Ortslage Studánka (Schönborn). Binnen kurzer Zeit kamen dort zehntausende Fälle zusammen, darunter auch über ein viertel Deutsche. Sowohl an die Stadt, als auch an WST flossen in kurzer Zeit mehrere Millionen Euro. Gegen den ehemaligen Bürgermeister Stanislav Horacek, drei weitere Personen und die Firma WST läuft ein Ermittlungsverfahren. Horáček hatten die umstrittenen Blitzer das Amt gekostet.

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Die Stadt möchte aber in Zukunft nicht auf Geschwindigkeitsmessungen verzichten. Immerhin waren durch die bisherigen Blitzer die Verstöße um 80 Prozent zurückgegangen. Allerdings plant die Stadt nun, die Geräte selbst anzuschaffen. Außerdem soll die Verkehrssicherheit noch mit anderen Maßnahmen erhöht werden. So sollen an acht Orten unter anderem Zebrastreifen und Warteinseln gebaut werden.

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