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Vattenfall schenkt den Sorben Geld

Cottbus. Der Bergbau- und Energiekonzern Vattenfall und der sorbische Dachverband Domowina werden ihre Zusammenarbeit fortsetzen. Dazu unterzeichneten beide Seiten gestern in Cottbus eine Vereinbarung, welche die 2007 erstmals besiegelte Kooperation zunächst bis 2016 fortschreibt.

Cottbus. Der Bergbau- und Energiekonzern Vattenfall und der sorbische Dachverband Domowina werden ihre Zusammenarbeit fortsetzen. Dazu unterzeichneten beide Seiten gestern in Cottbus eine Vereinbarung, welche die 2007 erstmals besiegelte Kooperation zunächst bis 2016 fortschreibt. Im Klartext heißt das, dass der Konzern der Domowina weiter Geld spenden wird. Zur Höhe der Summe herrscht wie bisher Stillschweigen.

In den vergangenen Jahren floss Vattenfall-Geld unter anderem in neue Schleifer Trachten, berichtete Manfred Hermasch vom Domowina-Regionalverband. Auch die Evangelische Kirche bekam Geld, um den sorbischen Gemeindedienst abzusichern. Für die Verteilung der neuen Spende gibt es schon eine lange Wunschliste.

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Das Geld sei nicht als Fördermittel zu verstehen, sondern als Geschenk, betonte Uwe Grosser, Leiter Bergbau bei Vattenfall. „Wir greifen in gewachsene Siedlungsstrukturen ein. Der Bodenschatz Braunkohle liegt unter den sorbischen Dörfern. Da ist es nur richtig, dass die Sorben davon partizipieren.“ Domowina-Chef David Statnik bekräftigte, dass der sorbische Dachverband die Abbaggerung von Dörfern ablehnt. Aber die Domowina achte auch die Haltung von Vattenfall und setze auf Dialog mit dem Konzern. (SZ/tbe)