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Verein: Freibad könnte im Sommer öffnen

Eine Sanierung steht derzeit nicht mehr an erster Stelle. Stattdessen soll es eine andere Lösung geben.

Von Jürgen Müller

Christine Gallasch vom Badverein Lommatzsch ist optimistisch: „Eine Eröffnung des Terence-Hill-Bades im Sommer dieses Jahres ist durchaus realistisch.“ Wie das? Bisher fehlte es doch an allem: an einem schlüssigen Konzept, an einem Mietvertrag, vor allem aber an Geld für eine Sanierung und um die Betriebskosten zu bezahlen. Im Badverein hat man eine einfache Antwort: Das Bad soll jetzt nicht saniert, sondern erst einmal repariert werden. Das heißt, die defekten Teile des Kunststoffbeckens sollen ausgetauscht und danach einen Anstrich mit wasserundurchlässiger Farbe bekommen. „Damit wäre die Verkehrssicherheit hergestellt und das Bad könnte zumindest vorübergehend betrieben werden“, sagt Christine Gallasch. Nicht näher bezeichnete Fachleute hätten gesagt, dass eine Reparatur zunächst möglich sei. Diese würde rund 40 000 Euro kosten. Der Verein habe Gespräche mit einheimischen Fachfirmen geführt. Diese würden einen Teil der Arbeiten als Sachleistungen sponsern, einen anderen Teil könne der Verein als Eigenleistungen einbringen. Alles hänge jedoch an einem Mietvertrag mit der Stadt. Der sei bis heute nicht zustande gekommen.

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Die Stadt hatte bisher immer eine Reparatur des Beckens abgelehnt. Begründet wurde dies auch damit, dass der Untergrund unter dem Becken in Bewegung sei und innerhalb kürzester Zeit die Risse im Becken wieder auftauchen würden. Ursache der Risse sind neben Baumängeln vor allem die hydrologischen Verhältnisse. Unter dem Becken befindet sich feuchter Lehmboden mit viel Schichtenwasser. Dadurch „schwimmt“ das Becken und es kann zu Rissen führen.

Zuschuss noch nicht beschlossen

Sinn würde nur ein Edelstahlbecken machen. Das ist aber viel zu teuer und hätte schon zur Sanierung des Bades Anfang der 90er Jahre eingebaut werden müssen. Dann gäbe es die Probleme nicht. Bei fast identischen Kosten hätte sich allerdings die Wasserfläche deutlich verkleinert. Das wollte man damals in Lommatzsch offenbar nicht.

Neu ist für Bürgermeisterin Anita Maaß (FDP) die Idee des Badvereins nicht: „Dieses Vorhaben verfolgen die Badfreunde schon seit dem vergangenen Jahr.“ Eine solche Reparatur sei weder nachhaltig noch fachgerecht. Außerdem würden die Probleme nicht beseitigt. „Eine Eröffnung für ein Jahr bei 40 000 Euro Mindestkosten zuzüglich der laufenden Personal- und Bewirtschaftungskosten ist purer Wahnsinn“, sagt die Bürgermeisterin. Einziger Sinn bestehe ihrer Meinung darin, mit einem „Schnellschuss“ die Stadt zum dauerhaften Handeln, das heißt, zum Betreiben des Bades zu zwingen. Im Übrigen sehe auch dieses Konzept den Zuschuss von 12 000 Euro vor, weshalb der genehmigte Haushalt Voraussetzung für jedwedes Handeln sei. Über den wird jedoch erst am 5. Februar beraten.

Genau jene 12 000 Euro als Zuschuss für den Verein fehlen aber im Haushalt. „Wenn es keine separate Position dafür gibt, werden wir Einspruch erheben“, sagt Christine Gallasch, die auch Fraktionschefin der Freien Wähler Lommatzsch ist. Aber im Grunde sei das nicht entscheidend. Denn die 12 000 Euro Betriebskosten entstünden auch, wenn das Bad geschlossen ist. Allein 2 000 Euro seien für Versicherungen fällig. Es sei egal, ob das Geld beispielsweise im Bauhof für Personalkosten gebucht sei. Doch die Stadt hat noch mal nachgerechnet. Tatsächlich entstehen nur 7 000 Euro „Stillstandkosten“ im Jahr.

Christine Gallasch sieht in dem jetzigen Vorschlag jedoch keinen Strategiewechsel. „Wir fahren schon seit langer Zeit zweigleisig. Wenn eine Sanierung aus finanziellen Gründen derzeit nicht möglich ist, muss eben erst einmal eine Reparatur ausreichen“, sagt sie.

Der Verein wolle das Bad erst einmal zwei, drei Jahre pachten und betreiben. „Dann sehen wir, ob unser Konzept funktioniert.“ Langfristig komme man aber um eine Sanierung nicht herum.

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