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Verein sammelt weiter für die Kirchturmhaube

Frau Burkhardt, als Schatzmeisterin des Fördervereins Kirchturm Neschwitz kennen Sie die Finanzen ganz genau. Ist denn schon genug Geld zusammengekommen? Genug kann es nie sein. Aber wir sind sehr froh, dass wir mit dem Stand Dezember 2008 schon über 161000Euro gesammelt haben.

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Frau Burkhardt, als Schatzmeisterin des Fördervereins Kirchturm Neschwitz kennen Sie die Finanzen ganz genau. Ist denn schon genug Geld zusammengekommen?

Genug kann es nie sein. Aber wir sind sehr froh, dass wir mit dem Stand Dezember 2008 schon über 161000Euro gesammelt haben. Das ist immerhin fast die Hälfte von den mit 336000Euro angenommenen Baukosten.

Sind Sie denn zufrieden mit dem Spendenaufkommen in diesem Jahr?

Gegenüber der ersten Jahre ist die Summe in diesem Jahr etwas geringer ausgefallen. Den Spitzenbetrag von 2007 mit 52000Euro haben wir nicht wieder erreicht. Aber wir hoffen, dass sich gerade in der Vorweihnachtszeit noch der eine oder andere an unserem Vorhaben beteiligen wird. Und da zählt wirklich jeder Betrag. Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen bedanken.

Woher kommt das fehlende Geld?

Zum einen zahlt die Landeskirche einen Betrag, der auch

aufgebracht werden müsste für die Reparatur des jetzigen Turms. Zum anderen sind Fördermittel über das Förderprogramm im ländlichen Raum (Ile) beantragt. Hier wissen wir aber noch nicht, in welcher Höhe sie gewährt werden. Deshalb ist es so wichtig, dass unser Verein weiter Spenden sammelt.

In welcher Form kommt da Geld in die Kasse?

Derzeit sind wir dabei, die Sponsorenverträge zu versenden, um sie zu verlängern. Das heißt, Firmen zahlen pro Jahr 100Euro an den Förderverein und werben dafür am Spendometer gegenüber des Neschwitzer Schlossparks mit einer Tafel. Hier zeigen die Firmen, dass sie zu unserem Vorhaben stehen. Wir haben noch einige Plätze frei. Zum anderen organisieren wir Benefizkonzerte und beteiligen uns am Kirchturm- und Museumsfest, das gemeinsam mit den Kultur- und Heimatfreunden gestaltet wird. Außerdem haben wir einige Werbeartikel im Verkauf. Der in diesem Jahr entstandene Zwei-Jahres-Kalender für 2009/2010 ist fast alle. Reste gibt es im Schreibeck Neschwitz. Auch die Mitgliedsbeiträge der Vereinsmitglieder gehen zu 100Prozent in die Finanzierung.

Wann könnte es mit dem Bau der Kirchturmhaube losgehen?

Ein Datum kann ich nicht sagen, denn wir kennen ja die Höhe der Fördermittel noch nicht. Wenn weniger als eingeplant kommen, müssen wir noch mehr sammeln. Unser Ziel ist es, so bald wie möglich zu beginnen. Als Orientierung sagen wir immer im Jahr 2010 plus, minus. Wie gesagt, das hängt an der Förderung und unseren fleißigen Spendern und Sponsoren.

Was ist aus Ihrer Sicht das Besondere an dem Verein?

Es ist gut, dass sich hier viele verschiedene Leute engagieren, die es zu ihrem Ziel gemacht haben oder es aus anderen Gründen unterstützen, dass das ortstypische Bild mit einer turmbekrönten Kirche wiederaufstehen kann. Ich finde, dass solch ein Projekt ein Stück Gemeinschaft schafft. Und das ist aus meiner Sicht sehr wichtig.

Gespräch: Kerstin Fiedler