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Wie das Dorfleben aufgepeppt werden soll

Einwohner haben den Verein "Wir Ebersdorfer" gegründet. Wegen der Corona-Krise müssen sie aber mit Veranstaltungen noch etwas warten.

Steffi Krenzin ist die Vorsitzende des neu gergündeten Vereins "Wir Ebersdorfer".
Steffi Krenzin ist die Vorsitzende des neu gergündeten Vereins "Wir Ebersdorfer". © Matthias Weber/photoweber.de

Die "Kuchenfuhre" hat eine lange Tradition im Dorf, wie sich Steffi Krenzien erinnert. "Die wird schon viele Jahre in unserem Ort gemacht", sagt die 52-Jährige. Bei der Kuchenfuhre geht's mit dem Bollerwagen durch Ebersdorf. Im Wägelchen, den die Kinder ziehen: Bergeweise Kuchen, gebacken von den Frauen im Ort. Gegen eine Spende können die Dorfbewohner den Kuchen erwerben. Es sind solche und viele andere Unternehmungen, die das Dorfleben ankurbeln. 

Das "Weihnachtsmärktchen“ gehört dazu, ebenso das gelebte Miteinander. Und weil es viele weitere Ideen gibt, sollten da jetzt die Kräfte gebündelt und alles auf rechtlich sichere Füße gestellt werden. Im März gründete sich deshalb der Verein "Wir Ebersdorfer". Steffi Krenzien ist Vereinsvorsitzende. Es gibt 14 Gründungsmitglieder. "Unser Ziel ist das Dorfleben zu aktivieren und dazu weitere Helfer mit ins Boot zu holen", sagt die Ebersdorferin. Das Premieren-Projekt war bereits fertig: Eine erste selbst gewickelte Osterkrone sollte das Ortschaftszentrum über die Feiertage hinweg schmücken. Kinder hatten dafür Ostereier bemalt. Doch die Corona-Pandemie machte dieser Aktion einen Strich durch die Rechnung. Die Feierlichkeit zum Aufstellen der Krone am Gründonnerstag musste ausfallen. "Krone und Ostereier sind gut verpackt eingelagert", erzählt Steffi Krenzien. Die Vereinsvorsitzende geht fest davon aus, dass im kommenden Jahr die Osterkrone samt Schmuck an den Ort ihrer Bestimmung kommt – mit kleiner Feier und allem Drum und Dran. 

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Seifenkistenrennen für die Kinder

Pläne schmieden für die Zeit nach der Corona-Krise ist sowieso das, was der junge Verein im Moment tun kann. Denn Großveranstaltungen sind aktuell nicht erlaubt. Auf alle Fälle sollen bei späteren Aktionen die Jüngsten berücksichtigt werden. "Wir sind um die 1.000 Einwohner, davon immerhin 137 Kinder unter zwölf Jahren", berichtet Steffi Krenzien. Deshalb soll es 2021 für den Ebersdorfer Nachwuchs ein großes Seifenkissenrennen unter Vereins-Federführung geben. Auch das Familiensportfest – eine Tradition aus DDR-Zeiten, die nach der Wende aus unbekannten Gründen eingeschlafen war – wird voraussichtlich im nächsten Jahr neu aufgelegt. Für Lesefreunde plant "Wir Ebersdorfer", im Dorfgemeinschaftshaus eine Büchertausch-Ecke einzurichten. Jeder kann Bücher mitbringen und ausborgen – ganz ohne Geld oder Mitgliedschaft. Erntedank- und Sommerfest sowie Weihnachtsmarkt wollen die Vereinsmitstreiter organisieren. 

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"Wir planen außerdem eine eigene Dorfzeitung, die zum Beispiel über Baumaßnahmen, Veranstaltungen und was sonst so passiert, informiert", so die Agrotechnikerin. Auch wenn nun noch etwas Zeit vergeht, bis der Verein so richtig durchstarten kann, zeigt sich Steffi Krenzien zuversichtlich, dass die Angebote in Ebersdorf künftig eine Bereicherung für den Ort sein werden.

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