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Verfall der Schauburg gestoppt

Die Stadt hat eine potenzielle Brache weniger. Mit den Fördermitteln ging das schneller als erwartet.

Von Mario Heinke

Die Firma Gerüstbau Kiessling hat die Schauburg jetzt eingerüstet. Bis zum Frühjahr werden umfangreiche Sicherungsarbeiten das denkmalgeschützte Haus vor dem weiteren Verfall schützen.

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Möglich wurde das durch eine Vereinbarung zwischen den Eigentümern und der Stadt Zittau zur Durchführung von Sicherungsarbeiten an erhaltenswerten Gebäuden. Mit dem Geld aus der Städtebauförderung in Höhe von rund 220 000 Euro sollen Teile der Dachkonstruktion an den Anbauten erneuert werden. Außerdem sollen die Baufirmen dem Hausschwamm zu Leibe rücken und das Dach neu decken.

Wie lange das dauert, hängt vom Wetter ab, erklärt Volker Kretschmer, einer der drei Eigentümer. Mit der Bereitstellung der Fördermittel hatte der Bauingenieur gar nicht mehr gerechnet, umso größer die Freude. „Wir danken der Stadt, den Stadträten, der Stadtentwicklungsgesellschaft und dem Freistaat“, so Kretschmer. Wegen des unerwarteten Geldsegens wollen die drei Eigentümer vorerst von der angekündigten Gründung einer Genossenschaft absehen. In der Genossenschaft sollten örtliche Enthusiasten Geld zusammenlegen, um das Gebäude zu sichern. „Der Gedanke wird bei der Bearbeitung von Nutzungskonzepten aber weiterverfolgt und wieder aufgenommen“, so Kretschmer. Das gemeinsame Ziel der Gesellschafter mit dem Kauf der „Schauburg“ die Zukunftssicherheit für das Denkmal herzustellen, sei somit innerhalb kürzester Zeit gelungen, erklärt der Zittauer nicht ohne Stolz. Ein optimales Ergebnis, denn das Gebäude wird durch die Stadt und die Gesellschafter nicht weiter dem Verfall preisgegeben.

Das Hauptgebäude mit Foyer, Kinosaal und Visionsbar ist im Sommer beräumt worden. 120 Tonnen Müll und Schutt kamen dabei zusammen. Nur mit Unterstützung von Firmen war das zu bewältigen, erklärt der Kinobesitzer. An den drei Arbeitseinsätzen in diesem Jahr beteiligten sich mehr als 50 freiwillige Helfer.

Mehr als 20 Jahre stand die Schauburg leer. Seit dem Eigentümerwechsel Anfang dieses Jahres tut sich wieder etwas am ehemaligen Kino. Am „Tag des offenen Denkmals“ im September lief sogar wieder ein Film, der DDR-Kultstreifen „Die Legende von Paul und Paula“. „Wir werden zum Dank an alle Helfer und Unterstützer im Frühjahr einen zünftigen Abend auf der Terrasse der Schauburg feiern“, kündigt Volker Kretschmer an.