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Radebeul vergibt Aufträge fast nur regional

Rund 90 Prozent der Zuschläge gingen an sächsische Betriebe, die meisten davon haben ihren Sitz in unmittelbarer Umgebung.

Rund 30 Firmen sind am Bau des neuen Schillerhorts beteiligt. Die meisten davon kommen aus der Region.
Rund 30 Firmen sind am Bau des neuen Schillerhorts beteiligt. Die meisten davon kommen aus der Region. © Arvid Müller

Gerade lässt die Stadt einen neuen Hort an der Ecke von Schilden- und Pestalozzistraße bauen. Rund 30 Firmen sind beteiligt: Den Rohbau übernimmt ein Unternehmen aus Rochlitz, die Fenster bauen Handwerker aus Hoyerswerda ein, für Heizungs- und Sanitärinstallation sind Experten aus Oschatz zuständig, die Blitzschutzanlage kommt aus Arnsdorf. Auch auf anderen Baustellen sind zum größten Teil Unternehmen aus der Region beschäftigt. Rund 90 Prozent der Aufträge gingen 2018 und 2019 an sächsische Betriebe, wird im aktuellen Vergabebericht der Stadt erläutert.

Der Bericht, der regelmäßig von der Widerspruchs- und Vergabestelle erstellt wird, gibt einen Überblick, wie viele Bau- und Lieferaufträge die Stadt vergeben hat, wie viele davon an Firmen in Sachsen gingen und wie hoch der Wertumfang der Aufträge war, das heißt, wie viel Geld an die Betriebe geflossen ist.

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Über 8 Millionen an sächsische Firmen

Von allen Aufträgen, die Radebeul 2019 vergeben hat, gingen 89,8 Prozent an Unternehmen mit Sitz im Freistaat. Insgesamt wurden 9,7 Millionen Euro bezahlt, davon 8,4 Millionen an sächsische Firmen. Ähnlich sah das Ergebnis 2018 aus. Damals wurden 88,7 Prozent der Aufträge an sächsische Firmen vergeben im Wert von 8,3 Millionen Euro. 

Die Fassade der Wach'schen Villa beispielsweise wurde von Großenhainern saniert, beim Bootshausbau waren unter anderem Firmen aus Radebeul, dem Landkreis Meißen, Kamenz und Freital beteiligt. Auch die Instandsetzung der Straße im Rietzschkegrund übernahm ein Unternehmen aus der Nähe.

Firmen aus Radebeul und dem Landkreis beauftragt

Den Bärenanteil machen Vergaben direkt nach Radebeul und die unmittelbare Umgebung aus.  2019 gingen 90 Prozent des Gesamtwertes im Baubereich an Firmen in der Stadt oder im Landkreis Meißen. 2018 war der Anteil mit rund einem Fünftel kleiner, damals gingen viele Aufträge auch nach Dresden und in den restlichen Freistaat. Bei Aufträgen für Lieferungen und Dienstleistungen werden noch häufiger Betriebe aus der direkten Umgebung gebunden.

Darüber hinaus schließt die Stadt Rahmenzeitverträge mit Firmen ab, zum Beispiel für den Winterdienst, Gerüstbau, Klempnerarbeiten und die Baumpflege. Davon ging zuletzt mehr als die Hälfte direkt an Radebeuler, der Rest verteilt sich an Unternehmen aus dem Landkreis, Dresden und Tharandt.

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