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Vergessenes und Geheimnisvolles

Bad Muskau. Der Dichterkomponist Leopold Schefer steht im Mittelpunkt eines Konzertes in Bad Muskau.

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Am 222. Geburtstag des Muskauer Dichterkomponisten Leopold Schefer (1784-1862) wird diesem im Rahmen des Lausitzer Musiksommers ein Denkmal gesetzt. Am Sonntag, dem 30. Juli, finden zwei Veranstaltungen in Bad Muskau statt, in denen Leben und Werk Leopold Schefers gedacht werden wird.

Heute würde man ihn wohl als den Autor eines Megasellers bezeichnen, mit seinem Laienbrevier, das in 21 Auflagen erschien, und der zwölfbändigen Gesamtausgabe seines literarischen Werkes. Aber so wie seine Literatur ist auch sein musikalisches Werk in Vergessenheit geraten. Zu Lebzeiten sehr populär, ist uns Leopold Schefer heute ein Geheimnis, das an seinem Geburtstag entdeckt werden soll.

In einem öffentlichen Kolloquium sind zunächst alle die Schefer-Forscher und Autoren versammelt, die in den zurückliegenden 30 Jahren an der Wiederentdeckung Schefers maßgeblich mitgewirkt haben. Das Kolloquium findet im Nordflügel des Neuen Schlosses statt und beginnt 10 Uhr. Die Referenten werden zu Themen sprechen, die Schefers Leben in Muskau im sozio-biografischen Zusammenhang seiner Zeit betrachten, sein umfangreiches literarisches Werk behandeln und das musikalische Werk vorstellen und bewerten.

Für dieses Kolloquium ist eine kleine Foyerausstellung im Neuen Schloss vorbereitet, in welcher originale Schriften und Drucke das Werk Schefers und seine Rezeption illustrieren werden. Das Angebot aktueller Schefer-Publikationen und weiterführende Literatur rundet das Kolloquium ab.

Der zweite Teil des Geburtstages wird ein Konzert sein, welches in der Orangerie des Fürst-Pückler-Parkes Bad Muskau um 18 Uhr stattfinden wird. In einem kurzen Vortrag wird die Person Schefers, sein künstlerisches Schaffen und ein Text von Schefer vorgestellt. Im Konzert werden seine Lieder sowie Lieder und Klavierstücke von Franz Schubert erklingen. Die Gegenüberstellung beider Komponisten wird die Rolle Schefers aufzeigen, dessen Musik in einer frühromantischen Haltung stand, die schließlich Schubert zur Vollendung brachte. Die Konzertinterpreten sind die in Frankreich lebende Sopranistin Elena Pozhidaeva und die Pianistin Viviana Sofronitzki.

Konzertkarten gibt es an der Abendkasse. Die Karten zum Kolloquium sind nur zur Veranstaltung erhältlich.