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Noch eine Woche länger Umleitungen

Die Bundesstraße 175 sollte am 26. Juli freigegeben werden. Es gibt mehr zu tun, als geplant. Auch die Kosten steigen.

Oskar Müller misst den Abstand vom gespannten Faden bis zur Oberfläche. Die Mitarbeiter der Firma Strabag bereiten den Untergrund für das Aufbringen der Asphaltschicht vor.
Oskar Müller misst den Abstand vom gespannten Faden bis zur Oberfläche. Die Mitarbeiter der Firma Strabag bereiten den Untergrund für das Aufbringen der Asphaltschicht vor. © Frank Korn

Hartha. Mitarbeiter der Firma Strabag sind am Montag dabei gewesen, den Untergrund an der Bundesstraße 175 für den Asphalteinbau vorzubereiten. Die Schottertragschicht wird plan gezogen, um eine ebene Fläche herzustellen.

Bis zum Dienstag dauern diese Arbeiten, außerdem werden Borde gesetzt. „Ab Mittwoch bis zum 23. Juli erfolgt der Asphalteinbau“, sagte Isabel Siebert, Pressesprecherin der Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv), zum weiteren Ablauf an der Baustelle. Danach sind Fugen zu schneiden und zu vergießen, außerdem erfolgt der Banketteinbau. In den Tagen vom 29. Juli bis zum 1. August erfolgt die Grabenberäumung. Außerdem werden die Markierungen aufgebracht. „Die Verkehrsfreigabe ist für den 2. August geplant“, sagte Isabel Siebert.

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Zunächst war jedoch von einer Freigabe am 26. Juli die Rede. Doch dieser Termin kann nicht gehalten werden. „In Teilbereichen wurde in dem vorhandenen alten Straßenoberbau Baumaterial vorgefunden, das nicht wiederverwendet werden kann beziehungsweise ausgebaut werden muss“, erklärt Nicole Wernicke von der Lasuv-Pressestelle.

 Insofern verlängert sich aufgrund der geänderten Ausführung die Bauzeit, weil mehr Asphalt aus- und eingebaut werden muss. Dadurch werde es auch zu einer Kostenerhöhung kommen. „Konkrete Zahlen können jedoch zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht benannt werden“, so Nicole Wernicke. Der Bund hatte für das gesamte Projekt rund 625 000 Euro veranschlagt.

Für die Kraftfahrer bringt die Baustelle teilweise weitläufige Umleitungen mit sich. Zwischen Waldheim und Leisnig gibt es über das Harthaer Kreuz eine Direktverbindung. Wer allerdings von Colditz, Rochlitz, Geringswalde oder Mittweida nach Döbeln möchte – oder umgekehrt – muss weiter die Umleitung über Leisnig oder Waldheim in Kauf nehmen.

Erneuert werden auf dem 700 Meter langen Teilstück vom Ortsausgang Hartha bis zum Abzweig nach Nauhain die Asphaltdeck- und die Asphaltbinderschicht sowie die Bankette. 

Eine Asphaltbinderschicht wird bei stärker belasteten Straßen, und dazu gehört die B 175 zweifellos, zwischen der darunterliegenden, grobkörnigen Asphalttragschicht und der darüber liegenden, feinkörnigen Asphaltdeckschicht eingebaut. 

Sie überträgt die durch den Verkehr verursachten Kräfte in die unteren Schichten der Straße und verhindert Verformungen. Ursprünglich wurde die Binderschicht zur Bindung von ungebundenen Tragschichten genutzt, um eine ebene Oberfläche zu erhalten. Von dieser Nutzung leitet sich der Name der Binderschicht ab. Die Asphaltbinderschicht je nach verwendetem Material hat eine Dicke von fünf bis zehn Zentimetern.

Die Asphaltdeckschicht (selten auch als Verschleißschicht bezeichnet) ist die oberste, direkt beanspruchte Schicht der Asphaltbefestigung. Sie unterliegt den unmittelbaren Einwirkungen des Verkehrs, der Witterung und der Auftaumittel. Die Asphaltdeckschicht hat eine Dicke von bis zu vier Zentimetern.

Die umfangreichen Arbeiten an der B 175 in Hartha laufen seit Ende April. Dabei wurden bisher die beiden Kreisel am Kreuz sowie insgesamt knapp 3,5 Kilometer Fahrbahn der B 175 und der B 176 instand gesetzt. (mit rt)

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