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Bundespolizei nimmt verliebten Mann fest

Die Beamten haben ihn am Sonntag auf der A4 erwischt. Die Sehnsucht nach seiner Freundin brachte ihn auf eine Idee, die er selbst als "idiotisch" bezeichnete.

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Symbolbild
Symbolbild © Karl-Josef Hildenbrand / dpa (Symbolbild)

Ludwigsdorfer Bundespolizisten haben am Sonntag auf der A4 einen illegalen Einwanderer erwischt, der dort in einem Reisebus saß, welcher in Richtung mit Fahrtziel Przemysl fuhr. Das teilt Michael Engler, Pressesprecher der Bundespolizei, mit.

Der pakistanische Fahrgast händigte laut Engler zur Kontrolle einen scheinbar gültigen spanischen Aufenthaltstitel aus. Seinen Reisepass habe er in seiner Wohnung vergessen, sagte er. Die Beamten prüften das Dokument und kamen zu dem Ergebnis, dass es eindeutig gefälscht war. Weitere Ermittlungen ergaben dann, dass es sich bei dem 43-Jährigen um einen in Deutschland gemeldeten Asylbewerber handelte.

Später gab dieser an, dass ihm bewusst war, dass er mit dem gültigen deutschen Aufenthaltstitel nicht aus Deutschland hätte ausreisen dürfen. Da aber die Sehnsucht nach seiner in Kattowitz lebenden Freundin so groß war, sei er "auf die idiotische Idee mit den gefälschten Papieren gekommen" und habe sich vor wenigen Tagen deshalb das spanische Dokument besorgt - erklärte der Pakistaner laut Engler.

Wiedersehen mit der Liebsten wird noch dauern

Schließlich meinte der Mann auf diese Art und Weise legal zu seiner Freundin reisen zu können. "Letztlich hätte er für die Reise aber einen gültigen Pass benötigt. Das Wiedersehen mit seiner Liebsten wird nun wohl noch ein wenig dauern. Der Verliebte wurde mit der Auflage entlassen, sich bis Dienstag bei der zuständigen Ausländerbehörde in Nordrhein-Westfalen zu melden", so der Bundespolizei-Sprecher.

Nach dem jetzigen Stand der Ermittlungen werden dem Beschuldigten Urkundenfälschung und mehrere Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz vorgeworfen. (SZ)

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