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Verlust des Uhu-Geleges hat natürliche Gründe

Die Untere Naturschutzbehörde hat keine Hinweise darauf, dass Menschen für die Aufgabe des Uhu-Brutplatzes in Jonsdorf verantwortlich sind.

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Von Mario Sefrin

Jonsdorf. Die Zerstörung der Uhu-Eier sowie die Aufgabe des Uhu-Horstes im Jonsdorfer Nonnenfelsengebiet ist mit ziemlicher Sicherheit nicht auf menschliche Einwirkung zurückzuführen. Darüber informiert das Landratsamt in Görlitz. „Bei der Begutachtung der im Horstbereich vorgefundenen Spurenlage sowie an den gefundenen Resten der Eier wurden keine Hinweise vorgefunden, die sich mit hoher Wahrscheinlichkeit auf direkte menschliche Einwirkung zurückführen lassen“, heißt es in der Antwort des Landratsamtes auf eine SZ-Nachfrage. „Daher geht die Untere Naturschutzbehörde davon aus, dass natürliche Prozesse zum Verlust des Uhu-Geleges und damit zur Aufgabe des Brutplatzes geführt haben“, informiert das Landratsamt weiter.

Das Amt hatte nach Entdecken der Uhu-Brut im März den Klettersteig am Nonnenfelsen als Horstschutzzone gesperrt (die SZ berichtete). Ausgerufen war die Sperrung bis zum 31. August dieses Jahres, für Ende Juni war eine Zwischenprüfung angekündigt worden. Das von der Beschränkung betroffene Gebiet umfasste dabei den Klettersteig, die Klettergipfel „Kleine Bärbel“, „Neue Schluchtenwand“, „Nonnenturm“ und „Barbarine“ sowie die zu diesen Gipfeln führenden Kletterwege. Jegliches Betreten der Fläche und Besteigen der dortigen Felsen sowie des Klettersteigs war untersagt. Später waren die Eier jedoch zerbrochen am Fuße eines Felsens gefunden worden, der Horst war verlassen. Die gefundenen Schalenreste der Uhu-Eier waren in den vergangenen Wochen im Görlitzer Naturkundemuseum untersucht worden. Dabei sollte auch geklärt werden, ob Menschen für die Aufgabe des Uhu-Horstes Verantwortung tragen.