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Maßnehmen am Dresdner Waldschlößchen

Nach dem Fehlschlag mit der Schilderbrücke wurde die Platte am Bogen genau vermessen. Warum das notwendig ist.

Eine zusätzliche Vermessung am Bogen der Waldschlößchenbrücke war nötig, damit die neue Schilderbrücke richtig montiert werden kann.
Eine zusätzliche Vermessung am Bogen der Waldschlößchenbrücke war nötig, damit die neue Schilderbrücke richtig montiert werden kann. © Foto: Marion Doering

Dresden. Ein Unfall auf der Waldschlößchenbrücke beschäftigt das Straßenbauamt seit über einem halben Jahr. Dabei war im Februar die stählerne Schilderbrücke zwischen den Bögen auf der Johannstädter Seite verbogen worden. Seitdem prägte der verbogene Träger das Bild über der Fahrbahn. Der Ausleger der Schilderbrücke auf der elbabwärts liegenden Seite ist jetzt zwar verschwunden. Am vergangenen Sonntag wurde er abgebaut, als die halbe Brückenfahrbahn gesperrt war. Doch der neue Ausleger konnte nicht wie geplant angebaut werden. Der Aufwand ist größer als erwartet.

Nach dem Abbau des Trägers wurde die am Brückenbogen verbliebene Kopfplatte überprüft. Danach mussten die Arbeiten abgebrochen werden. Der neue Ausleger sollte die Hälfte der Fahrbahn zwischen den Bögen in Richtung Johannstadt überspannen. Doch an der Kopfplatte habe es einen bis dahin unbekannten fehlerhaften Winkel von zwei Grad gegeben. Dies hätte bei der Montage dazu geführt, dass der neue Ausleger an seinem Ende um 30 Zentimeter zu tief gehangen hätte, erklärt das Straßenbauamt.

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Hier sind die Vermesser dabei, die Werte der Kopfplatte am Bogen dreidimensional zu erfassen.
Hier sind die Vermesser dabei, die Werte der Kopfplatte am Bogen dreidimensional zu erfassen. © Foto: Marion Doering

Am Mittwoch haben Vermesser die genaue Lage der Kopfplatte am Bogen mit einem 3-D-Scanner digital erfasst, erläutert die Verantwortlichen. Die leicht geneigte Kopfplatte am Bogen wird zwar nicht korrigiert. Dafür wird das ihr zugewandte Pendant am Ausleger mit den jetzt bei der Vermessung erfassten, gespiegelten Werten so angeschweißt, dass die Schilderbrücke die richtige Lage über der Fahrbahn bekommt. Allerdings sei noch unklar, wann die Schilderbrücke angebracht werden soll. Dann müssen wie am vergangenen Sonntag wieder zwei Fahrspuren auf der Brücke gesperrt werden. 

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Die Schilderbrücke war bei einem Unfall am 11. Februar stark beschädigt worden. Damals war ein Laster mit einem Müllcontainer über die Brücke gefahren. Der Metalldeckel hatte sich gelöst und war nach oben geklappt. Er krachte gegen die Schilderbrücke mit den Leuchtzeichen. Die Brücke musste damals stundenlang voll gesperrt werden. Es war sehr aufwendig, eine Spezialfirma für die Instandsetzung zu finden, die die Schilderbrücke ersetzt. Das war dem Straßenbauamt erst nach Monaten gelungen.

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