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Vermietung kein Problem

Bischofswerda. Zwei Wohnhäuser in bester Lage, die dem Abriss nahe waren, werden saniert. Die Wohnungen sind schon jetzt alle vergeben .

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Von Gabriele Naß

Wohnen in den Schlichtehäusern? In den letzten Jahren klang das für niemanden mehr verlockend. In den 30er Jahren gebaut, waren die Wohnungen in den Gebäuden Süßmilchstraße 34 und 36 in Bischofswerda einmal attraktiv. In den letzten Jahren verfielen sie jedoch zusehends. Zwei von 13 Wohnungen wurden noch genutzt, als die Wohnungswirtschaft und Bau GmbH Bischofswerda im Frühsommer diesen Jahres einen Käufer für die Immobilien fand. Mit der Veräußerung zogen die letzten Mieter aus, und es war Baufreiheit für die Sanierung der Schlichtehäuser geschaffen, die im August begann. Der Abriss der baufälligen Gebäude, der vor dem Verkauf auch erwogen wurde, war vom Tisch.

Ein Vierteljahr nach Ausbaubeginn haben die Gebäude in bester Bischofswerdaer Wohnlage ihre alte Attraktivität so gut wie zurückgewonnen. Zwar geben sich zur Stunde Handwerker aus der Region die Klinke in die Hand, bleibt beim Innenausbau noch einiges zu tun: Jedoch ist der Wohnkomfort, den die künftigen Mieter genießen werden, schon deutlich erkennbar. Einerseits am farblich freundlichen Außenputz. Zum anderen an der Struktur der Wohnungen, für die beide Häuser komplett entkernt worden sind. Diesen Aufwand zu betreiben, sei unumgänglich gewesen, sagt der jetzige Eigentümer der Gebäude, Steffen Schmidt aus Naundorf. Die verbliebenen jeweils sechs Wohnungen je Haus sind zwischen 47 und 78 Quadratmeter groß – alle ausgestattet mit Südblick von einem Balkon, moderner Elektrik, Sanitärtechnik, Türen, Fliesen und Laminat. Vermietet sind die Wohnungen alle schon. „Sie hätten doppelt vergeben werden können“, sagt der Eigentümer.

Am Bau beteiligt sind Unternehmen aus Bischofswerda und Umgebung. „Das wollte ich so“, sagt Steffen Schmidt, der fürs Bauen neben Krediten auch Fördergelder aus dem Kfw-CO2-Gebäudesanierungsprogramms des Landes in Anspruch nimmt. Nach diesem wird dem Kreditnehmer ein Teil seines Darlehens erlassen, wenn ihm die energetische Sanierung eines bis Ende 1983 gebauten Häusern auf Neubauniveau gelingt.

Versprochen ist den neuen Anwohnern der Süßmilchstraße, dass sie vor Weihnachten einziehen können. Einfach zu halten ist das insofern nicht, weil einzelne Gewerke auf Material länger als üblich warten – ein Problem, dass derzeit viele Baustellen haben. Vermutet wird, dass dahinter die gestiegene Nachfrage aufgrund der geplanten Mehrwertsteuererhöhung steckt.