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Vermüllte Idylle

Seit Monaten werden offenbar im Wald bei Lenz Abfälle entsorgt. Nun will die Gemeinde Priestewitz dagegen angehen.

Von Catharina Karlshaus

Leuchtend gelbe Rapsfelder, intensiv grüne Blätter und ein kleiner Teich inmitten eines Waldstücks. Idylle pur zwischen Lenz und Göhra an einem sonnigen Frühlingstag. Allerdings: Eine Idylle, die leider trügt. Bei näherem Betrachten ist die Natur nämlich gerade an dieser Stelle keineswegs so unberührt, wie sie auf den ersten Blick scheinen mag. An den Rändern des ehemaligen Steinbruchs hängen Papierfetzen, auf dem Uferstreifen liegen unter Gräsern und Zweigen alte Flaschen, Spraydosen und ein Gebilde, das aussieht, wie ein aufgeschlitztes Wasserfass.

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Ohne Zweifel, hier war jemand eifrig am Werk, seinen Abfall und Müll zu verbergen. „Das geht eigentlich schon seit mindestens anderthalb Jahren so“, bestätigt Karl-Heinz Rutsch. Wie der ehrenamtliche Naturschutzbeauftragte des Kreises beobachtet hat, verschaffe sich immer mal wieder jemand Zugang zu dem Privatgrundstück, das nicht eingezäunt ist. Bauschutt, Pappe, alte Reifen und Chemikalien seien noch vor ein paar Monaten am oberen Rand zu sehen gewesen. Nun habe sich der Verursacher wohl sogar die Mühe gemacht, den illegal entsorgten Müll geschickt zu verbergen, indem er ihn einfach untergehoben hat.

Umweltfrevel, den die zuständige Priestewitzer Bürgermeisterin Susann Frentzen (parteilos) so nicht auf sich beruhen lassen will. Immerhin handelt es sich bei dem Gewässer um ein schützenswertes Biotop, das auch als Laichgewässer registriert ist. „Das ist eine absolute Frechheit von den Leuten und muss dringend geklärt werden.“ Nachdem ein entsprechender Hinweis Ende vergangener Woche auch bei ihr in der Verwaltung eingegangen sei, habe sie sich sofort mit der zuständigen Kreisbehörde in Verbindung gesetzt. „Diese rät uns natürlich auch, dagegen vorzugehen und den Unrat umgehend entsorgen zu lassen“, sagt Susann Frentzen. Demnach werde sie jetzt erst einmal mit dem Eigentümer des Geländes Kontakt aufnehmen, ihn über die Situation vor Ort informieren und gemeinsam besprechen, wie man schnell Abhilfe schaffen kann. Ob das Wasser und die darin lebenden Tiere durch eventuell ausgelaufene Chemikalien Schaden genommen haben, könne zum jetzigen Zeitpunkt nicht gesagt werden.