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Verpasste Chance für ein Dankeschön

Die Stadt hat kein Glück mit dem Ehrenamtspreis. Erst gab es Zoff, dann ein neues Prozedere, nun fehlt es an Vorschlägen.

Von Heike Sabel

Die Feuerwehr, die Sportvereine, der Städtepartnerschaftsverein, der Singekreis – und keiner hat preiswürdige Mitglieder? Offensichtlich. Denn für den jährlichen Ehrenamtspreis gibt es diesmal keine Vorschläge. Vergessen, übersehen, oder wirkt die unschöne Diskussion von vor nunmehr vier Jahren immer noch nach?

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Damals lehnte der Stadtrat in öffentlicher Sitzung zwei Vorschläge ab. Daraufhin war das Prozedere der Vergabe verändert worden. Die erfolgt nun mit der Mehrheit der anwesenden und nicht der gewählten Räte und nichtöffentlich. In den vergangenen Jahren gab es dann auch wieder Vorschläge und die Ehrungen zur jährlichen Einwohnerversammlung im März. Warum also diesmal nicht?

Feuerwehrchef Heiko Pelzer hat schlichtweg diesmal niemanden. Die Feuerwehr handhabt es in der Regel so, dass sie aktive Mitglieder für die Auszeichnung vorschlägt, wenn sie in Rente gehen, ausscheiden oder ein Jubiläum haben. Und das war im vorigen Jahr nicht der Fall, sagt er.

Der Städtepartnerschaftsverein hat den Aufruf vermisst. Zudem sei die Frist für das Einreichen der Vorschläge Ende September recht zeitig. Der Stadtrat entschied bisher in der Regel im Dezember. Der relativ lange Vorlauf hängt mit den Terminen der Ausschüsse zusammen, sagt die Stadt.

Auch der Singekreis meint, es habe diesmal an der entsprechenden Werbung der Stadt gemangelt. In der Tat findet sich kaum ein Hinweis auf der städtischen Internet- oder Facebookseite bzw. im Heidenauer Journal. Nachdem keine Vorschläge eingingen, beließ es die Stadt dabei. Nochmalige Aufrufe unterblieben, was nicht gerade für das städtische Interesse spricht. Immerhin wäre ja noch Zeit gewesen.

Vielleicht liegt es aber auch an der Form der Ehrung. Die Einwohnerversammlung ist manchem nicht der passende Rahmen. Einige Vereine schauen etwas neidisch nach Dohna und Pirna, wo zu den Neujahrsempfängen aktive Vereinsmitglieder eingeladen und ausgezeichnet werden. Einen solchen Empfang gibt es auch in Heidenau, doch der ist Sache von CDU und Unternehmer Uwe Saegeling. Zweimal hatte die Stadt in der Vergangenheit Anlauf genommen, sich zu beteiligen, und nur Ärger gehabt, sagt CDU-Bürgermeister Jürgen Opitz. Nämlich mit denen, die nicht eingeladen wurden. Die Frage wer und wer nicht taucht jedes Jahr auch beim CDU-Empfang wieder auf.

Oder liegt das nachlassende Interesse am Ehrenamtspreis an den damit verbundenen 150 Euro? Stadtrat Bernhard Borchers (Grüne) ist das zu wenig. Schon im April vorigen Jahres plädierte er für eine Erhöhung. Einen entsprechenden Antrag gab es bisher im Stadtrat aber nicht. Aber bis zum 30. September, dem Ende der Vorschlagsfrist, ist ja noch neun Monate Zeit.

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