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Verqualmte Wohnung muss renoviert werden

Nach einem Schwelbrand ist die Mieterin bei ihrer Mutter untergekommen. Derzeit weiß sie nicht, wo ihr der Kopf steht.

Von Frank Korn
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Die Feuerwehr musste die Wohnung lüften. Der brenzlige Geruch liegt aber immer noch in den Räumen.
Die Feuerwehr musste die Wohnung lüften. Der brenzlige Geruch liegt aber immer noch in den Räumen. © André Braun

Roßwein. Als Stefanie Hesse am ersten Weihnachtsfeiertag nachmittags gegen 15 Uhr nach Hause kommt, wird sie schon im Hausflur stutzig. Es riecht verqualmt. Und als sie die Wohnungstür aufschließt, kommt ihr als erste ihre Katze entgegen. Dicke Rauchwolken dringen aus der Tür, sie bekommt kaum Luft. 

„Ich habe sofort bei allen Nachbarn geklingelt, um sie zu informieren“, sagt die 27-Jährige. Die Feuerwehr kommt und stellt fest, dass es kein offenes Feuer, sondern nur eine starke Rauchentwicklung gibt. 50 Kameraden aus Roßwein, Gleisberg und Niederstriegis sind zu dem Einsatz im Wohngebiet Am Sportplatz gerufen worden.

Auch zwei Tage nach dem Schwelbrand liegt der brenzlige Geruch noch in der Wohnung. Fußboden und Wände zeigen deutliche Spuren. „Ich habe morgens die Kerzen auf dem Adventskranz angezündet. Mittags bin ich mit meinem Sohn zu meiner Mutter gegangen“, sagt Stefanie Hesse. Wahrscheinlich habe sie vergessen, die Kerzen auszumachen, sodass es zu dem Schwelbrand kommen konnte. „Ich bin froh, dass nichts Schlimmeres passiert ist“, so die Roßweinerin.

Obwohl es kein offenes Feuer gegeben hat, ist die Einrichtung hinüber. Besonders auf dem Fußboden, aber auch an den Wänden und an den Möbeln hat sich eine Rußschicht gebildet. „Ich stehe praktisch vor dem Nichts“, sagt Stefanie Hesse. Auch deshalb, weil sie bisher keine Hausratversicherung abgeschlossen hatte.

Im sozialen Netzwerk Facebook hat sie um Unterstützung gebeten. „Es sind viele Hilfsangebote eingegangen, aber auch hässliche Kommentare. So etwas kann jedem passieren, deshalb finde ich solche Meinungen unangemessen“, sagt sie fast trotzig. Auch über den unangebrachten Kommentar eines Polizisten regt sich Stefanie Hesse immer noch auf. 

Was Stefanie Hesse braucht, ist nicht nur Kleidung oder Geld, sondern vor allem Hilfe beim Ausräumen der Wohnung und beim Renovieren. Wann sie damit beginnen kann, steht allerdings noch nicht fest.