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Verringerung der Fahrbahnbreite

Der Rückbau der ehemaligen B 96 außerhalb von Zeißig dauert länger als ursprünglich geplant. Er dient der Kostenreduzierung.

Per Ampel wird der Verkehr momentan an der Rückbaustelle auf der ehemaligen B 96 zwischen Zeißig (im Hintergrund) und dem Abzweig Spohla vorbeigeleitet. Es ist auf dem Bild gut zu erkennen, wie stark die Fahrbahnbreite schrumpft.
Per Ampel wird der Verkehr momentan an der Rückbaustelle auf der ehemaligen B 96 zwischen Zeißig (im Hintergrund) und dem Abzweig Spohla vorbeigeleitet. Es ist auf dem Bild gut zu erkennen, wie stark die Fahrbahnbreite schrumpft. © Foto: Ralf Grunert

Hoyerswerda. Derzeit erfolgt ja der Teilrückbau der alten B 96 zwischen Ortsausgang Zeißig und dem Abzweig Spohla. Es gibt einige Bürger, die sich wundern, dass die Straße, die ja eigentlich in Ordnung ist, in der Breite verkleinert wird. Warum passiert das überhaupt? Das kostet schließlich alles Geld, heißt es. Antwort auf diese Frage wissen die Fachleute vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv).

Die jetzige Rückbaumaßnahme steht im Zusammenhang mit dem Neubau der Ostumfahrung von Hoyerswerda, die ja im Dezember 2018 für den Verkehr freigegeben wurde. Bis dahin war der Streckenabschnitt zwischen dem Abzweig Spohla und Ortseingang Zeißig Teil der Bundesstraße B 96. Mit Freigabe der Ostumfahrung erhielt diese den Bundesstraßen-Status. Auf der neuen Ortsumgehung wird jetzt der gesamte überörtliche Verkehr außerhalb von Zeißig und Hoyerswerda geleitet. „Damit konnte das bisher hohe Verkehrsaufkommen, auch das durch den schweren Lastverkehr, in der Ortsdurchfahrt Zeißig in hohem Maße gesenkt werden. Die Lebensqualität der Anwohner wird verbessert“, so die Einschätzung des Lasuv.

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„Mit der Abstufung der Strecke von Bundes- auf eine kommunale Straße ändern sich unter Beachtung des geringeren Verkehrsaufkommens auch die erforderlichen Streckenausbauauflagen“, erläutert Rosalie Stephan von der Lasuv-Pressestelle. „Für die hier betroffene kommunale Straße reicht eine Ausbaubreite von 6,50 Metern. Mit der Verringerung der Fahrbahnbreite um 1,50 Meter verringert sich die versiegelte Fläche und das verbessert wiederum die Ökobilanz. Auch die künftigen Unterhaltungsleistungen für die Kommune verringern sich. Die anstehenden Unterhaltungsaufwendungen, der dann überdimensionierten Fahrbahn, wäre mittel- und langfristig für die Stadt Hoyerswerda teuer“, heißt es abschließend.

Mitte August hat die Rückbaumaßnahme der Fahrbahn begonnen. Bislang ist das aber erst auf einem Teilstück erfolgt. Am Schlenker der Leitplanken im Kurvenbereich kurz vor dem neuen Abzweig Spohla ist sehr gut zu erkennen, bis wohin der Rückbau erfolgen soll. Dort wird die Fahrbahn schon jetzt schmaler. Und bis dorthin reicht ein Schnitt im Asphalt.

Dass die Arbeiten bis zum 4. September erledigt sind, wie es von der Stadtverwaltung Hoyerswerda angekündigt wurde, ist ausgeschlossen. Derzeit ruht die Baustelle. Es wird geprüft, ob die Arbeiten unter Vollsperrung weitergeführt werden.

Längst abgeschlossen ist dagegen der Rückbau des Bahnübergangs, über den einst die B 96 verlief. Auf Zeißiger Seite ist eine Wendeschleife errichtet worden, auf der Stadtseite ein Wendehammer. Was auf jeden Fall noch fehlt, ist die Errichtung eines Gehweges zwischen der Wendeschleife und dem Bahnhaltepunkt Neustadt. Voraussichtlich im Oktober soll das erfolgen.

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